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14.12.2016

18:20 Uhr

Hypo-Vereinsbank

Stellenabbau soll ohne Kündigungen ablaufen

Beim geplanten Konzernumbau möchte die Hypo-Vereinsbank auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Die Bank will die Fluktuation nutzen und bei frei werdenden Stellen interne Bewerber bevorzugen.

Der italienische Mutterkonzern von HVB, Unicredit, hatte am Dienstag verkündet, dass von den zusätzlichen 6500 zu streichenden Stellen rund 1500 auf Deutschland entfielen. dpa

Hypo-Vereinsbank

Der italienische Mutterkonzern von HVB, Unicredit, hatte am Dienstag verkündet, dass von den zusätzlichen 6500 zu streichenden Stellen rund 1500 auf Deutschland entfielen.

FrankfurtDer neuerliche Stellenabbau bei der Hypo-Vereinsbank (HVB) soll soweit möglich ohne Kündigungen vonstatten gehen. Die Geschäftsleitung habe sich am Mittwoch mit den Betriebsräten und den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat über die Modalitäten geeinigt, teilten beide Seiten mit. „Die Bank hat die feste Absicht, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten”, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Die Bank wolle die Fluktuation nutzen und nach Möglichkeit bei frei werdenden Stellen interne Bewerber bevorzugen. Der italienische Mutterkonzern Unicredit hatte am Dienstag verkündet, dass von den zusätzlichen 6500 zu streichenden Stellen rund 1500 auf Deutschland entfielen. Die Sprecherin sagte, es gehe um 1433 Vollzeit-Arbeitsplätze.

Hinter den Kulissen war bereits seit Wochen über den Abbau gerungen worden. Hypo-Vereinsbank-Aufsichtsrat Klaus Grünewald von der Gewerkschaft Verdi zeigte sich am Mittwoch zufrieden. Die Garantien aus dem Sozialplan gälten nun bis zum Jahr 2025. Darüber hinaus habe der Bankvorstand bekräftigt, dass alle drei Geschäftsfelder – das Filialgeschäft, die Firmenkunden-Sparte und das Investmentbanking - in Deutschland erhalten blieben. Bisher habe es eine Bestandsgarantie nur für die Privatkunden-Sparte und nur bis 2018 gegeben. Altersteilzeit-Lösungen solle es bis 2019 geben.

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Von der dritten Abbauwelle bei der HVB sind vor allem die Stabsabteilungen betroffen, die zuvor weitgehend verschont worden waren. Zusammen mit dem fast abgeschlossenen Abbau von Stellen in den Filialen und den vor einem Jahr gestrichenen Arbeitsplätzen in der Verwaltung wird die Münchener Bank bis 2019 damit 3300 Stellen abgebaut haben. Das sind mehr als 20 Prozent der Belegschaft, die Mitte des Jahres noch bei gut 15.000 lag. Konzernweit baut Unicredit in den nächsten drei Jahren 14.000 Stellen ab, 6500 mehr als bisher geplant

Von

rtr

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