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19.01.2011

21:11 Uhr

Hypotheken-Papiere

Deutsche Banken schließen sich US-Klägergemeinschaft an

VonAstrid Dörner, Peter Köhler

ExklusivMehrere deutsche Banken haben sich einer mächtigen Klägergemeinschaft in den USA angeschlossen, die amerikanischen Instituten drastische Fehler im Geschäft mit Hypotheken-Papieren nachweisen will. Das erfuhr das Handelsblatt (Donnerstagausgabe) von dem Organisator der Initiative.

DÜSSELDORF. Bill Frey, Experte für komplizierte Finanzprodukte, hat gemeinsam mit einem Anwalt aus Texas ein Register aufgebaut, in das sich Banken eintragen können, die in der Finanzkrise mit Hypotheken-Papieren Verluste gemacht haben.

"Eine Reihe von deutschen Banken haben sich in den vergangenen Monaten unserer Initiative angeschlossen", sagte Frey dem Handelsblatt. Branchenkennern zufolge kommen in erster Linie die Landesbanken beziehungsweise die Bad Banks unter Bundesregie in Frage, die toxische Papiere in Milliardenhöhe verwalten. Die HSH Nordbank, WestLB, BayernLB und LBBW wollten sich nicht äußern.

Die Bundesregierung, die mehrere Kreditinstitute mit Steuerzahlergeldern vor dem Kollaps retten musste, hält sich aus den Initiativen der Banken allerdings heraus. "Der Vorstand hat dafür Sorge zu tragen, dass zum Schutz von Rechts- und Vermögenspositionen alle nötigen Schritte ergriffen werden", heißt es als Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion "Die Linke", die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

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