Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2007

11:02 Uhr

Hypothekenverwaltung

Citigroup kauft ABN-Amro-Tochter

Das weltgrößte Geldhaus Citigroup kauft den US-Hypothekenanbieter ABN Amro Mortgage Group. Das fusionierte Unternehmen arbeitet sich damit in punkto Marktanteile weiter nach vorn.

HB NEW YORK / AMSTERDAM. Citigroup werde rund neun Mrd. Dollar (umgerechnet etwa 6,9 Mrd. Euro) an Nettovermögen sowie das Hypothekenverwaltungsportfolio der Gesellschaft im Volumen von 224 Mrd. Dollar übernehmen, teilten beide Häuser am Montag mit. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Der bisherige Eigentümer ABN Amro rechnet im Zuge des Verkaufs nach eigenen Angaben mit einem „kleinen Buchgewinn“.

ABN Amro Mortgage Group (AAMG) ist in Ann Arbor im US-Bundesstaat Michigan ansässig und bietet vor allem unter der Marke „Inter-First“ Hypotheken-Darlehen für Großkunden an. Zugleich verwaltet die Gesellschaft die Finanzierungen. ABN Amro hielt die AAMG bislang gemeinsam mit ihrer Tochter La-Salle Bank.

„Infolge der Übernahme der ABN Amro Mortgage Group wird das Portfolio von Citi-Mortgage um circa 1,5 Mill. Verwaltungskunden anwachsen“, teilte Citigroup mit. Das Institut übernehme auch die rund 2500 Berater von AAMG. Das fusionierte Unternehmen werde bei der Verwaltung von Hypothekendarlehen die Position Vier einnehmen und sich somit um einen Rang verbessern. Bei der Vergabe von Hypothekenkrediten sieht sich die Citigroup-Tochter Citi-Mortgage künftig als Nummer Drei des Marktes.

Die Übernahme soll noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden. ABN Amro begründete die Trennung von der US-Tochter mit der Konzentration auf das Kerngeschäft mit Privat- sowie mittelgroßen Firmenkunden. AAMG sei vor diesem Hintergrund als Randaktivität identifiziert worden, hieß es.

„Der Verkauf kommt nicht überraschend“, schrieben die Analysten von SNS Securities in einer Kurzstudie. „Insgesamt sind das gute Nachrichten, Kapital wird freigesetzt, das besser verwendet werden kann“, hieß es.

Die ABN-Aktie konnte von der Ankündigung allerdings nicht profitieren und notierte am Vormittag mit 24,72 Euro um 0,3 Prozent schwächer.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×