Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.07.2014

11:00 Uhr

Illegale Geschäfte in den USA

Commerzbank droht Millionenstrafe

Nach der Rekordstrafe für BNP wollen die USA nun offenbar einen Vergleich mit der Commerzbank schließen. Wieder geht es um illegale Geschäfte mit Iran und Sudan. Ein Vergleich wäre ein Fingerzeig für die Deutsche Bank.

Die Commerzbank strebt in den USA einen Vergleich an. Um eine Millionenstrafe kommt die Bank wohl nicht umhin. dpa

Die Commerzbank strebt in den USA einen Vergleich an. Um eine Millionenstrafe kommt die Bank wohl nicht umhin.

New YorkEs ist nicht einmal eine Woche her, da sorgte eine Milliardenstrafe für BNP Paribas für einen handfesten diplomatischen Streit zwischen Frankreich und den USA. Nun rückt eine deutsche Bank in den Fokus der US-Behörden. Nach einem Bericht der „New York Times“ verhandelt die Commerzbank in den USA über einen Vergleich, der zusätzlich eine Strafe von mindestens 500 Millionen Dollar vorsehen könnte.

Wie die BNP Paribas soll Deutschlands zweitgrößte Bank illegale Geschäfte mit Ländern getätigt haben, die auf der schwarzen Liste der Amerikaner stehen. Für die Franzosen hatten diese Geschäfte schwerwiegende Folgen. Erst in der vergangenen Woche wurden sie zu einer Strafzahlung von 8,9 Milliarden Dollar verdonnert.

Die höchsten Strafen wegen Geldwäsche

Platz 10

Clearstream Banking - 152 Millionen Dollar (2014)

Platz 9

Bank of Tokyo-Mitsubishi - 259 Millionen Dollar (2012/2013)

Platz 8

Barclays - 298 Millionen Dollar (2010)

Platz 7

Lloyds - 350 Millionen Dollar (2009)

Platz 6

ABN Amro - 500 Millionen Dollar (2010)

Platz 5

Credit Suisse - 536 Millionen Dollar (2009)

Platz 4

ING Bank - 619 Millionen Dollar (2012)

Platz 3

Standard Chartered - 667 Millionen Dollar (2012)

Platz 2

HSBC - 1,92 Milliarden Dollar (2012)

Platz 1

BNP Paribas - 8,83 Milliarden Dollar (2014)

Auch die US-Tochter der Commerzbank soll verbotene Geschäfte mit dem Iran und dem Sudan gemacht haben, heißt es in dem Bericht. Eine Einigung könnte es schon in diesem Sommer geben, die Strafe dürfte allerdings deutlich geringer ausfallen als bei den Franzosen. Denn im Gegensatz zu BNP Paribas soll die Commerzbank nicht versucht haben, die Verbote zu umgehen und habe auch bereitwillig zur Aufklärung beigetragen.

Insgesamt hat die Bank, die sich als größter Finanzier des international ausgerichteten deutschen Mittelstands sieht, für Rechtsstreitigkeiten 934 Millionen Euro Rückstellungen gebildet.

Auch für die Deutsche Bank ist die Vergleich zwischen USA und Commerzbank von Bedeutung: Denn die Strafe für das zweitgrößte deutsche Geldinstitut dürfte ein Gradmesser für die Strafe sein, die auch der Deutschen Bank in den USA noch bevorsteht.

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Thomas Behrends

08.07.2014, 09:10 Uhr

Oh, schon wieder ein Opfer der imperialistischen Weltpolizei USA.

... und tätigst Du Geschäfte mit den "Schurkenstaaten" Sudan und Iran, so wirst Du schwer bestraft.

Welche Vermessenheit muss in den USA herrschen, dass dieses Land meint, alle anderen maßregeln zu dürfen?!

+++STOP DIE ANGLO-AMERIKANISCHE DOMINANZ+++STOP TTIP+++

Herr otto r. kristek

08.07.2014, 09:24 Uhr

ja so ist es halt
wer meint brosamen vom teufel zu brauchen
muss sich nicht wundern
wenn dieser ihm auch die nicht gönnt
schlieslich wollen NSA und google irgend wie finanziert werden
und die europäer insbesondere die sparer
die können ja ihre banken mit negativ zinsen retten
die weizmänner und draghis werden schon alles dafür tun dass die amis ihren anspruch auf die weltherschaft nicht verlieren.

Herr Andreas Maehler

08.07.2014, 09:54 Uhr

ist doch egal, Michel zahlts und gut ist.

Deuuuuuuuutschland!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×