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16.11.2012

19:07 Uhr

Im Falle einer Niedrigzinsphase

Private Bausparkassen überstehen Stresstest

Die Bausparkassen in Deutschland würden nach eigenen Angaben auch eine lang anhaltende Zeit niedriger Zinsen überstehen. Das habe ein „Stresstest“ der Finanzaufsicht BaFin ergeben, teilen die Institute mit.

Wüstenrot ist eine der Bausparkassen, die den Stresstest überstanden hat. dpa

Wüstenrot ist eine der Bausparkassen, die den Stresstest überstanden hat.

FrankfurtDie 13 privaten Bausparkassen - darunter die genossenschaftliche Schwäbisch Hall, die Deutsche-Bank-Tochter BHW und Wüstenrot - hätten den „Stresstest“ der Finanzaufsicht BaFin bestanden, berichtete der Verband der privaten Bausparkassen am Freitag (vdpb) in Berlin. Die zehn öffentlich-rechtlichen Landesbausparkassen (LBS) sind ebenfalls zuversichtlich, die Belastungsprobe überstanden zu haben. „Wir haben noch keine endgültigen Ergebnisse, aber wir gehen davon aus, dass es bei uns ähnlich aussieht“, sagte eine Sprecherin.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte die 23 deutschen Bausparkassen außer der Reihe in einer „Zinsrisikoumfrage“ unter die Lupe genommen. Dabei ging es um die Auswirkungen für die Branche, wenn die Zinsen über 20 Jahre so niedrig blieben wie jetzt - oder wenn sie sprunghaft um fünf Prozent steigen würden.

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Baufinanzierer sollen sich erstmals einem Stresstest unterziehen.

Die Ergebnisse mussten bis Freitag bei der BaFin eingereicht werden. „Die Institute sind robust genug, um auch schwierige Zeiten durchstehen zu können“, erklärte der vdpb in einem ersten Fazit. „Zwar würde ein fortdauerndes Niedrigzinsniveau auf die Erträge drücken. Trotzdem bliebe auch dann die Ertragslage durch die Steuerungsmöglichkeiten der Bausparkassen sicher.“

Die Bausparkassen leiden, weil viele Bausparer die in der Vergangenheit vereinbarten hohen Zinsen auf ihre Bausparguthaben - bis zu fünf Prozent - weiter einstreichen. Viele rufen aber die Kredite nach der Ansparphase nicht ab, weil sie Baudarlehen bei anderen Banken billiger bekommen. Einige Bausparkassen sind dazu übergegangen, Verträge zu kündigen, wenn das angesparte Geld die Bausparsumme übersteigt. Denn spätestens dann braucht der Kunde keinen Kredit mehr, und das Bausparen verliert seinen eigentlichen Sinn. Die Bausparkassen verwalten einen Vertragsbestand von 786 Milliarden Euro.

Von

rtr

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