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05.03.2004

15:56 Uhr

Im Zusammenhang mit geplatzter Zweitplatzierung

Ermittlungen gegen BHW-Mitarbeiter eingestellt

Gegen 13 Manager des Hamelner Baufinanzierers BHW sind die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insiderhandel eingestellt worden.

HB HANNOVER. Mehrere Verdächtige müssen allerdings zusammen rund 900 000 Euro an die niedersächsische Landeskasse zahlen, teilte die Staatsanwaltschaft Hannover am Freitag mit. Die Ermittlungen standen im Zusammenhang mit einer geplanten, später aber geplatzten Zweitplatzierung von 60 Millionen BHW-Aktien im Februar 2002.

Wie viele Mitglieder des Managements zahlen müssen, ließ die Staatsanwaltschaft mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen offen. Der Entscheidung sei eine umfangreiche Auswertung von beschlagnahmten Akten voraus gegangen. Die BHW Holding AG begrüßte in einer Mitteilung die Einstellung des Verfahrens. Damit sei die Thematik „endgültig erledigt“.

Vor einem Jahr hatten rund 50 Beamte von Landeskriminalamt und Mitarbeiter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Büros und Wohnungen der Beschuldigten durchsucht und Vermögenswerte von zusammen 7,2 Millionen Euro in Form von Konten oder Hypotheken auf Immobilien beschlagnahmt.

Die Vorwürfe von Staatsanwaltschaft und BaFin stehen nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden im Zusammenhang mit der im Februar 2002 geplatzten Zweitplatzierung von etwa 60 Millionen BHW-Aktien unter anderem des Deutschen Beamtenbunds. Zuvor sollen, so die damaligen Vorwürfe, die Manager unter Ausnutzung ihres Insiderwissens eigene Aktien verkauft haben, bevor der Kurs absackte. Die Zweitplatzierung wurde dann schließlich mit Hinweis auf den zu niedrigen Wert der Aktie abgesagt.

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