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02.02.2006

10:17 Uhr

Immobilien wird neu bewertet

Bank will Fonds-Anleger entschädigen

Die Deutsche Bank will nach der Schließung eines offenen Immobilienfonds entgegen früheren Ankündigungen sämtliche Anleger für entstandene Verluste entschädigen.

Quelle: dpa

HB FRANKFURT. „Wir haben hierfür im Jahresabschluss 200 Millionen Euro zurückgelegt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bank, Josef Ackermann, am Donnerstag in Frankfurt. Ursprünglich sollten nur Anleger, die in den zwei Jahren vor der Schließung Anteile erworben hatten, einen Ausgleich erhalten.

Mit Blick auf den Mitte Dezember unter heftigen Protesten geschlossenen Immobilienfonds sagte Ackermann, das Ergebnis der Neubewertung werde für Ende Februar erwartet. „Das Management der Fondsgesellschaft bereitet derzeit in enger Abstimmung mit der BaFin und der Bundesbank die Wiedereröffnung des Immobilienfonds „Grundbesitz-Invest“ vor“, fügte er hinzu. „Die Deutsche Bank wird die Wiedereröffnung des Fonds unterstützen.“ Die Fonds-Immobilien werden derzeit neu bewertet.

Der Fonds war Mitte Dezember dicht gemacht worden, nachdem die Anleger angesichts drohender Wertberichtigungen den Fonds in Scharen verlassen hatten. Die Deutsche Bank brach damit ein Tabu: Andere Anbieter hatten ihre Fonds in ähnlichen Fällen stets mit eigenen Mitteln gestützt. Ackermann musste dafür massive Kritik von Politik, Finanzexperten und Anlegern einstecken.

Unterdessen hat die Deutsche Bank ihre Bereitschaft zu Akquisitionen bekräftigt. Deutschlands größtes Geldhaus sei in der Lage, aus eigener Kraft weiter zu wachsen, sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann am Donnerstag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt laut Redetext. „Sofern es strategisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, ergänzen wir dies gezielt durch Akquisitionen und Partnerschaften in unterschiedlichen Formen.“ Dabei gehe die Deutsche Bank sehr diszipliniert vor und bewerte Zukäufe danach, ob diese einen Mehrwert für die Aktionäre schafften. „Wir werden dabei gute Gelegenheiten nutzen, jedoch nicht um jeden Preis“, sagte Ackermann. „Wir stehen nicht unter Druck.“

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