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18.10.2012

15:30 Uhr

Immobiliengeschäfte

Immer mehr faule Kredite bei Spaniens Banken

Mehr als jeder zehnte Kredit ist für die spanischen Banken inzwischen wertlos – ein neuer Höchststand. Laut der Zentralbank in Madrid müssen die Geldhäuser somit fast 179 Milliarden Euro abschreiben.

Eine Filiale der Bank Santander: Faule Kredite machen den spanischen Geldhäusern zu schaffen. Reuters

Eine Filiale der Bank Santander: Faule Kredite machen den spanischen Geldhäusern zu schaffen.

MadridDie spanischen Banken werden mehr als jeden zehnten Kredit abschreiben müssen. Die Quote der faulen Kredite habe im August mit 10,51 Prozent einen neuen Höchststand erreicht, teilte die spanische Zentralbank am Donnerstag in Madrid mit. Es handle sich vor allem um Immobilienkredite. Die Banken bleiben demnach auf Krediten in Höhe von insgesamt fast 179 Milliarden Euro sitzen.

Eine unabhängige Prüfung hatte jüngst ergeben, dass Spaniens Banken knapp 60 Milliarden Euro zum Überleben brauchen. Von den Euro-Ländern will Spanien nach Regierungsangaben aller Voraussicht nach aber nur Zahlungen im Umfang von rund 40 Milliarden Euro beantragen - im Rettungsplan sind bis zu 100 Milliarden Euro vorgesehen.

Laut revidierten Zahlen der Zentralbank überschritt der Anteil der faulen Kredite bereits im Juli die Zehn-Prozent-Marke. Die Banken hatten jahrelang großzügig Kredite vor allem für den Bau von Wohnungen und Büroräumen vergeben. In der Finanzkrise platzte die Immobilienblase.

Von

afp

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

18.10.2012, 15:47 Uhr

Achwas, für sowas hats den deutschen Volleimer der sich mit 60% Steuern und abgaben berappen lässt.....der zahlt das, keine Sorge.

Account gelöscht!

18.10.2012, 15:57 Uhr

Wenn ich mich recht erinnere, hat Frank Schäffler vor einigen Monaten das Volumen an faulen Spanischen Krediten mit 300 Mrd beziffert. Das dürfte der Wert sein, gegen den die in den Medien genannten Zahlen in den nächsten Wochen konvergieren werden.

steuermichl

18.10.2012, 16:02 Uhr

Lieber Karsten,
das ist doch das schöne an einer Gemeinschaft, das der eine für den anderen geradesteht. Wir machen uns krumm, damit z.B. in Madrid 2.500 Appartmentwohnungen leerstehen. Und ich dachte immer, der Verursacher zahlt für seine Verfehlungen. Bei Banken scheint das ganz anders gelaufen zu sein. Die haben im deutschen und span. Steuerzahler denjenigen gefunden, der ihre Bilanzen rettet. Komme mir noch einer mit Schlagworten wie "Demokratie/Volksherrschaft", "unabhängiges Justizsystem", "Kanzlereid: "Schaden vom deutschen Volke abwenden". In der Krise zahlt der kleine Mann, da unterscheidet uns wenig vom Mittelalter oder einer Feudalherrschaft.

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