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19.04.2012

13:33 Uhr

Immobilienkredite

Spanische Caixabank schreibt Milliarden ab

Passend zur Unsicherheit der Investoren über Spanien legt die Caixabank ein bezeichnendes Ergebnis vor. Auf Immobilienkredite musste sie 2,4 Milliarden Euro abschreiben, der Gewinn schrumpfte drastisch.

Zentrale der Caixabank in Barcelona. Reuters

Zentrale der Caixabank in Barcelona.

MadridDie anhaltende Krise auf dem spanischen Immobilienmarkt zieht die Banken des Landes weiter in Mitleidenschaft. Die erst im vergangenen Jahr an die Börse gebrachte Caixabank hat im ersten Quartal 2,4 Milliarden Euro auf faule Häuserkredite abgeschrieben, wie die Bank heute mitteilte. Ende März habe die Kreditausfallrate bei 5,25 Prozent gelegen. Das ließ den Nettogewinn auf 48 Millionen Euro und damit ein Sechstel des Vorjahresüberschusses schmelzen.

Die spanische Regierung hat die Banken Anfang des Jahres mit einem Gesetz gezwungen, insgesamt mehr als 50 Milliarden Euro abzuschreiben, um die Verluste in der Immobilien-Finanzierung hinter sich zu bringen und Geld für weitere Fusionen beiseite zu legen. Die Regierung versucht vor allem den zersplitterten Sektor regionaler Sparkassen über Großfusionen und Börsengänge zu sanieren. Sie sind am stärksten von fallenden Immobilienpreisen betroffen. Erst am Mittwoch hat der Vorstand die CaixaBank die Übernahme der kleineren Banca Civica abgenickt.

Bei internationalen Investoren wächst derzeit wieder die Furcht, dass die spanische Regierung um Hilfe für ihre angeschlagenen Kreditinstitute bitten muss, die zuletzt in großem Umfang spanische Staatsanleihen gekauft haben. Die EU-Kommission schloss am Donnerstag aber aus, die Rettungsfonds EFSF oder ESM für Kapitalspritzen zugunsten spanischer Banken einzusetzen.

Von

rtr

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