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15.02.2011

06:39 Uhr

In geschrumpfter Form

Rettung von WestLB scheint möglich

Bis zuletzt ringen die Beteiligten um eine Rettung der WestLB. Kurz bevor der EU-Kommission heute um Mitternacht ein Sanierungsplan vorliegen muss, haben die deutschen Sparkassen und Landesbanken haben einen finanziellen Beitrag für den Umbau in Aussicht gestellt.

Ein Kranhaken vor dem Logo der WestLB: Die angeschlagene Landesbank kämpft ums Überleben. Quelle: dpa

Ein Kranhaken vor dem Logo der WestLB: Die angeschlagene Landesbank kämpft ums Überleben.

Berlin/Düsseldorf Die Chancen für eine Rettung der schwer angeschlagenen WestLB in letzter Minute sind durch das Angebot der deutschen Sparkassen und Landesbanken deutlich gestiegen. Damit steht der erste Baustein für ein WestLB-Gesamtpaket, dass am Dienstagnachmittag in Berlin geschnürt werden soll. Dann geht es um die Beiträge des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes.

Für eine Einigung bleiben allerdings nur wenige Stunden Zeit. Brüssel muss bis Mitternacht ein neuer Sanierungsplan für die WestLB zugesendet werden.

Bei einem Scheitern der Krisengespräche würde für die drittgrößte deutsche Landesbank mit weltweit rund 5000 Beschäftigten einer Abwicklung mit großen Schritten näher kommen. In den Verhandlungskreisen ist jetzt allerdings deutlicher Optimismus zu hören. "Wir kriegen das hin", sagte ein Teilnehmer der Nachrichtenagentur dpa. Noch am Montag war bei anderen Verhandlungsteilnehmern von Stillstand die Rede und davon, dass sich die Krisengespräche bis dahin eher in einer Sackgasse befunden hätten.

Der Beitrag der Sparkassenorganisation sieht Eigenkapital für die neue Bank vor, die aus der WestLB hervorgehen soll. Geplant ist eine reine Sparkassen-Zentralbank für die gut 100 kommunalen Kreditinstiute in Nordrhein-Westfalen. Die Hälfte des Kapitalbedarfes von geschätzten 1,5 Milliarden Euro wollen die NRW-Sparkassen aufbringen und dementsprechend 50 Prozent der Anteile übernehmen. Die andere Hälfte entfiele auf Sparkassenverbände und Landesbanken außerhalb Nordrhein-Westfalens. Entsprechende Informationen der "Financial Times Deutschland" über eine Absichtserklärung der Sparkassenorganisation bestätigte ein Verbandsvertreter der dpa. Ziel sei, das neue Institut mit einer anderen Landesbank zusammenzuführen.

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