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06.12.2012

12:57 Uhr

Insider-Bericht

HSBC vor Milliardenzahlung wegen Geldwäsche

Fast zwei Milliarden Dollar muss Europas größte Bank Insidern zufolge zahlen, um Geldwäsche-Vorwürfe aus der Welt zu schaffen. Die HSBC soll Kunden geholfen haben, fragwürdige Gelder zu transferieren.

Europas größter Bank soll eine Strafe von 1,8 Milliarden Dollar drohen. dpa

Europas größter Bank soll eine Strafe von 1,8 Milliarden Dollar drohen.

New York/WashingtonEuropas größte Bank HSBC wird Insidern zufolge wohl 1,8 Milliarden Dollar zahlen, um in den USA Geldwäsche-Vorwürfe aus der Welt zu schaffen. Drei mit der Situation vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Einigung mit den US-Ermittlern könnte bereits nächste Woche verkündet werden. Die Gespräche darüber seien in den vergangenen Monaten vorangetrieben worden.

HSBC wollte die bevorstehende Einigung noch nicht bestätigen: „Wir kooperieren mit den Behörden, und die Untersuchungen dauern an“, sagte ein Bank-Sprecher. Der Inhalt der Gespräche sei vertraulich.

Das weltweit aktive Geldhaus hatte Anfang November 1,5 Milliarden Dollar zurückgelegt, um für mögliche Strafen im Zusammenhang mit den Geldwäsche-Vorwürfen gerüstet zu sein. HSBC-Chef Stuart Gulliver rechnet nicht nur mit Schadenersatzklagen, sondern auch mit strafrechtlichen Konsequenzen.

Ein Ausschuss des US-Senats hatte im Juli nach einjähriger Untersuchung festgestellt, dass die Bank Kunden über Jahre half, fragwürdige Gelder aus Ländern wie Mexiko, dem Iran, Saudi-Arabien und Syrien zu transferieren. HSBC hat sich dafür entschuldigt.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

07.12.2012, 17:08 Uhr

Gibt es eigentlich überhaupt noch Großbanken,die NICHT in
irgendwelche Sauereien verwickelt sind?
Alle einsperren, dann ist Ruhe.

Account gelöscht!

10.12.2012, 10:09 Uhr

Die kaufen sich also frei. Was hat das mit Rechtsstaat zu tun? Die 2 Milliarden sind wahrscheinlich ein Trinkgeld im Verhältnis zu den Gewinnen aus der Geldwäsche.

Das (Groß)bankensystem ist durch und durch kriminell. Und es schickt sich an der Politik die Macht aus der Hand zu nehmen. Es gehört komplett zerschlagen.

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