Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.12.2011

16:41 Uhr

Insolvente Landesbank

WestLB verliert drei Viertel ihrer Mitarbeiter

Die WestLB verliert wohl rund drei Viertel ihrer Mitarbeiter. Das sind nochmals mehr als ursprünglich geplant. Die EU-Kommission wird am 20. Dezember über den Umbauplan des Instituts entscheiden.

Die WestLB verliert drei Viertel ihrer Mitarbeiter. dapd

Die WestLB verliert drei Viertel ihrer Mitarbeiter.

DüsseldorfDer geschrumpften WestLB bleibt voraussichtlich nur jeder vierte ihrer derzeitigen Mitarbeiter erhalten. Die „RestLB“, die aus dem einstigen Flaggschiff der Landesbanken hervorgehen soll, wird Finanzkreisen zufolge nur rund 1.000 Stellen umfassen. Auf diese Zahl liefen die derzeitigen Planungen hinaus, sagten mehrere Personen aus dem Umfeld der Bank und ihrer Eigner am Mittwoch.

Das Institut soll sich mit Service- und Portfoliomanagement befassen. Die Mitarbeiter dieser SPM-Bank sollten anhand ihrer Qualifikation bestimmt werden, sagte ein Sprecher der WestLB. Insgesamt stünden bei der WestLB mit derzeit noch rund 4.400 Angestellten mindestens 2.500 Arbeitsplätze auf der Kippe, berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Die WestLB wird auf Druck der EU-Kommission zerschlagen, die am 20. Dezember endgültig über den Umbauplan für das Düsseldorfer Institut entscheiden will. Die EU-Wettbewerbshüter fordern die Aufspaltung, da die WestLB über Jahre nur mit Hilfe öffentlicher Garantien und Beihilfen am Leben gehalten werden konnte. Das Sparkassengeschäft der WestLB wird dabei voraussichtlich von der Landesbank Hessen-Thüringen übernommen. Die Eigner der Bank haben bereits grünes Licht für entsprechende Verhandlungen gegeben.

Geplant ist, dass die Frankfurter Bank rund 400 Mitarbeiter der WestLB übernimmt. Zudem sollen weitere Teile der WestLB verkauft werden - und die Mitarbeiter zu neuen Arbeitgebern wechseln- Dies gilt indes als schwierig. Im Oktober hatte HSBC Trinkaus erklärt, sich nicht länger am Bieterprozess um Teile der WestLB zu beteiligen. Der WestLB-Betriebsrat hatte dies als „Schlag ins Kontor für die Beschäftigten“ bezeichnet.

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Michael

14.12.2011, 16:51 Uhr

Richtig so.
Schrott entrümpeln, entsorgen, aufräumen.
Was nicht lebensfähig ist, dichtmachen!

Smokie2011

14.12.2011, 17:07 Uhr

Genau richtig. Gerade die WestLB, die dem Land Nordrhein-Westfalen über Jahre! Milliarden Schäden zugefügt hat. Schließen und abwickeln!

WestLBler

14.12.2011, 18:51 Uhr

Guten Abend Redaktion, die WestLB ist nicht insolvent - schade dass Sie Falschinformationen verbreiten nur um die Leser zu ködern (schlechte Nachrichten sind ja in Ihrer Branche bekannterweise gute Nachrichten). Guten Abend auch an Smokie2011 und Michael; genau die WestLB die JAHRZEHNTELANG dem Land NRW und den Sparkassen Miliardenerträge beschert hat muss geschlossen, entrümpelt, abgewickelt werden !!! Vielleicht sollte man auch gleich alle verbliebenen Mitarbeiter standrechtlich erschiessen, vom Pförtner über den Koch in der Kantine bis zum Mitarbeiter der Poststelle. Die WestLB ist bald Geschichte, ein letztes bisschen Respekt gegenüber den MENSCHEN in der Bank ist doch nicht zuviel verlangt, oder??? Und an die Redaktion: Wann nehmen Sie sich die Verantwortlichen der WestLB-Misere vor? Falls Sie nicht wissen wer gemeint ist: Hochrangige Politiker und die sogenannten Sparkassenfürsten im Aufsichtsrat, die jahrelang nichts anderes getan haben als die waghalsigen Wachstumspläne der Eigentümer abzunicken - offensichtlich ohne über den erforderlichen Sachverstand zu verfügen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×