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28.06.2013

16:14 Uhr

Insolventer Wertpapierhändler

US-Finanzaufsicht geht gegen MF Global vor

Der Ex-Chef der insolventen MF Global muss sich vor Gericht verantworten. Die US-Finanzaufsicht fordert Schadensersatz und Arbeitsverbot für John Corzine. Auch auf dem Konzern selbst kommt eine Millionen-Strafe zu.

Der Zusammenbruch des Finanzkonzerns MF Global beschäftigt nun auch die Finanzaufsicht. Reuters

Der Zusammenbruch des Finanzkonzerns MF Global beschäftigt nun auch die Finanzaufsicht.

New YorkDie Chefetage der Wall-Street-Skandalfirma MF Global muss sich für den spektakulären Zusammenbruch vor zwei Jahren verantworten. Die US-Finanzaufsichtsbehörde CFTC wirft dem Wertpapierhändler vor, eine Milliarde Dollar (770 Millionen Euro) an Kundengeldern missbräuchlich verwendet zu haben. Es war die größte Pleite an der Wall Street seit Lehman Brothers 2008.

Die CFTC reichte am Donnerstag Klage gegen den damaligen Firmenchef John Corzine sowie die stellvertretende Leiterin der Finanzabteilung ein. Die Behörde will neben Schadenersatz sowie einer Strafzahlung in ungenannter Höhe auch ein Arbeitsverbot für die beiden in der Finanzindustrie durchsetzen. Corzine habe seine Aufsichtspflicht verletzt, hieß es. Das insolvente Unternehmen selbst soll 100 Millionen Dollar an Strafe zahlen.

Report des Insolvenzverwalters: „Fatale Fehler“ rissen MF Global in den Abgrund

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Nach der Pleite des Brokerhauses MF Global 2011 gerät Ex-Chef Corzine unter Druck.

MF Global war im Oktober 2011 wegen riskanter Finanzwetten auf europäische Staatsanleihen zusammengebrochen. Dabei kam heraus, dass Geld auf den Konten der Kunden fehlte. Die Finanzaufseher gehen davon aus, dass damit Löcher in der Bilanz gestopft wurden. Corzine beteuerte bis zuletzt, nichts von den Unregelmäßigkeiten gewusst zu haben.

Von

dpa

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