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11.07.2012

15:45 Uhr

Insolvenz

US-Börsenmakler soll Kundengelder veruntreut haben

Ein pleitegegangener US-Börsenmakler soll Gelder seiner Kunden veruntreut haben. 25.000 Gläubiger müssen nun um ihr Geld bangen. Der Firmenchef liegt nach einem Suizidversuch im Krankenhaus.

PFGBest-Chef Russ Wasendorf soll am Montag versucht haben, sich umzubringen. dapd

PFGBest-Chef Russ Wasendorf soll am Montag versucht haben, sich umzubringen.

New YorkVier Jahre nach der verhängnisvollen Pleite der Investmentbank Lehman Brothers ist wieder ein Spieler in der US-Finanzwelt zusammengebrochen. Der Börsenmakler PFGBest reichte am späten Dienstag (Ortszeit) vor einem Gerichte in Chicago seinen Insolvenzantrag ein. Den Unterlagen zufolge müssen bis zu 25.000 Gläubiger um ihr Geld bangen - darunter viele Farmer, die über die Firma ihre Warentermingeschäfte abgewickelt hatten.

Ein guter Teil des Geldes könnte futsch sein. Die staatliche Finanzaufsicht CFTC wirft der auch als Peregrine Financial Group auftretenden Firma vor, in großem Umfang Kundengelder veruntreut zu haben. Bei einer Überprüfung sei aufgefallen, dass rund 215 Millionen Dollar fehlten (175 Millionen Euro). Der Börsenmakler habe die Lücke mit falschen Belegen verschleiert, heißt es in einer Klage. Inzwischen hat sich auch die US-Bundespolizei FBI eingeschaltet.

Die Aufseher der CFTC sprechen davon, dass die Betrügereien bis mindestens Anfang 2010 zurückreichten. Die fehlenden Millionen waren aufgefallen, nachdem Firmenchef Russell Wasendorf Senior am Montag versucht hatte, sich umzubringen. Er liegt im Krankenhaus. Die brancheneigene Finanzaufsicht NFA war in der Folge auf Unstimmigkeiten gestoßen und hatte PFGBest noch am gleichen Tage untersagt, weitere Geschäfte einzugehen.

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