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10.04.2006

17:25 Uhr

dpa-afx BÜCKEBURG. Das Landgericht Bückeburg hat eine Millionen- Klage gegen die Dresdner Bank abgewiesen. Der Insolvenzverwalter des Glasherstellers Heye (Obernkirchen) hatte 202 Mill. Euro Schadensersatz von der Bank gefordert, da sie entgegen vorheriger Zusagen zur Kreditlinie eine Überweisung verweigert hatte. Die Glasfirma konnte danach keine Löhne mehr auszahlen und meldete Insolvenz an. Der Insolvenzverwalter wirft der Bank "Vertragsverletzung und sittenwidrige Schädigung" vor.

Das Gericht sehe dagegen keinen Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Bank und der Insolvenz, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Urteil. Nicht die Verweigerung der Zahlungsanweisung habe die Schäden verursacht, sondern die Entscheidung des Heye- Geschäftsführers, Insolvenz anzumelden, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Urteil.

"Es ist ein absolutes Rätsel, wie dieses Urteil zu Stande kam", sagte Kläger-Anwalt Jochen Weck aus München. Die Dresdner Bank sei von dem drohenden Insolvenzantrag in Kenntnis gesetzt worden und habe dennoch die Konten gesperrt. Damit gebe es sehr wohl einen Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Bank und der Insolvenz. Ob gegen das Urteil Berufung eingelegt wird, stehe noch nicht fest. Dies hänge von der Entscheidung des Gläubigerausschusses ab. Heye Glas wurde 2003 vom irischen Behälterglashersteller Ardagh übernommen und wird als selbstständige Gmbh unter einer von Ardagh geleiteten Holding geführt.

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