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12.03.2004

16:10 Uhr

Insolvenzgründe nicht mehr existent

Wertpapierhandelshaus Hornblower gerettet

Das traditionsreiche Wertpapierhandelshaus Hornblower Fischer hat eine Geldquelle aufgetrieben, die das Unternehmen vor der Insolvenz rettet. „Wir haben einen neuen Investor gefunden, der ein Millionen-Kapital zugeschossen hat“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt am Freitag in Frankfurt.

HB FRANKFURT/MAIN.. „Die Sanierung ist gelungen.“ Die Zürcher Schönkind Holding AG - eine Mutter der Redsafe-Gruppe - habe 75 Prozent der Anteile an der Gesellschaft gekauft.

Die Anteile habe Schönkind von dem Mehrheitsgesellschafter, der Alexander Falk Holding GmbH, übernommen. Die Hornblower Fischer AG war wegen dubioser Privatgeschäfte seines Mehrheitsbesitzers Alexander Falk im Juli 2003 in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Die mehr als 125 Jahre alte Bank hat nach früheren Angaben rund 5000 private und 250 institutionelle Kunden. Der Bankbetrieb war in den vergangenen acht Monaten in gewohntem Umfang für die Kunden aufrechterhalten worden.

Schönkind wolle die Wertpapiergeschäfte zusammenführen, sagte Schmitt. So sollen die Büros der Prudential-Bache International Limited (London), deren Übernahme Schönkind vor wenigen Tagen bekannt gab, mit den Hornblower-Aktivitäten unter dem Namen Redsafe zusammengebracht werden. Die Redsafe-Gruppe habe zugesagt, alle 45 Mitarbeiter von Hornblower zu übernehmen. Den Kunden werde neben der üblichen Kontenverwaltung sowie Anlageberatung auch künftig der Zugang zu Investment-Fonds geboten.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Bonn (BaFin) hat nach Worten des Rechtsanwaltes am Freitag den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim zuständigen Gericht in Frankfurt für erledigt erklärt. Die Insolvenzgründe - Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung - lägen nicht mehr vor. Man habe mit zehn Investoren verhandelt, berichtete Schmitt. Einige Gläubiger hätten auf bis zu 50 Prozent ihrer Forderungen verzichtet.

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