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02.02.2005

08:23 Uhr

Institute sollen zurückgegebene Anteile künftig zunächst in eigene Bücher nehmen

Sparkassen reagieren auf Fondskrise

VonCaspar Dohmen

Die Deka und die Sparkassen regeln ihre Zusammenarbeit neu. Künftig sollen die Sparkassen die Anteile von Deka-Fonds nicht mehr umgehend an den Fondsanbieter der Sparkassen zurückgeben können.

DÜSSELDORF. „Sie müssen die Anteile dann zunächst einmal in den eigenen Bestand übernehmen,“ sagte ein Sparkassen-Manager dem Handelsblatt. Selbst wenn die Institute die Anteile innerhalb von ein bis zwei Jahren an die Deka verkaufen, sollen Abschläge fällig werden. Andere Fondsanbieter wie die West-Invest, die die Deka kürzlich von der WestLB übernommen hat, verfügen bereits über entsprechende Vereinbarungen mit den Sparkassen.

Die Deka ist der zentrale Fondsanbieter der Sparkassen, sie gehört je zur Hälfte den Sparkassen und den Landesbanken. Durch die neuen Regeln will die Deka eine Wiederholung der Krisensituation vom vergangenen Herbst verhindern. Damals hatten die Sparkassenkunden massiv Anteile an dem Deka-Immobilienfonds verkauft. Zwischenzeitlich verlor der offene Immobilienfonds, der fast ausschließlich in Deutschland investiert ist, mehr als 1,6 Mrd. Euro. Daraufhin musste die Muttergesellschaft Deka einen Großteil der Anteile in die eigenen Bücher übernehmen.

Künftig soll die Deka auch als Chefeinkäufer zentral alle Fonds von Anbietern einkaufen, die nicht zur Sparkassengruppe gehören. Zwar verkaufen die Sparkassen überwiegend die Fonds der eigenen Tochter Deka. Längst müssen sie im Einzelfall aber auch Wünsche von Kunden nach fremden Fonds bedienen. Dies wurde insbesondere wegen der schlechten Entwicklung einiger Deka-Fonds notwendig.

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