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10.01.2011

19:52 Uhr

Instituts-Übernahme

Liechtensteins LGT will an der Marke BHF festhalten

ExklusivDie BHF-Bank soll auch nach einer Übernahme durch die Liechtensteiner LGT-Gruppe ihren Namen behalten. Dies kündigte LGT-Chef Prinz Max von und zu Liechtenstein im Gespräch mit dem Handelsblatt an.

FRANKFURT. Die Liechtensteiner Bank verhandelt seit Dezember mit der Deutschen Bank exklusiv über den Kauf der Frankfurter BHF-Bank. Der Kaufpreis soll dabei unter dem Buchwert der BHF-Bank liegen, der mit 650 Millionen Euro taxiert wird. Beide Seiten betonen, dass sie mit einem erfolgreichen Abschluss der Verkaufsverhandlungen in den nächsten Wochen rechnen.

Deutsche Bank und LGT bekannten sich zu ihren detaillierten Verhandlungen, nachdem die LGT eine Geldbuße der Staatsanwaltschaft Bochum in Höhe von 50 Millionen Euro akzeptiert hatte. Im Gegenzug verzichtet die Staatsanwaltschaft auf weitere Ermittlungen gegen die Liechtensteiner Bank wegen Steuerdelikten. „Die LGT und Liechtenstein haben die verschiedenen Steuerfragen in den letzten zwei Jahren klar und konsequent adressiert“, sagte Prinz Max. Die Einigung mit der Staatsanwaltschaft sei hilfreich für die Pläne in Deutschland.

Die LGT ist eng mit dem Fürstenhaus von Liechtenstein verwoben. Für das kleine Land ist die Übernahme ein Meilenstein auf dem Weg zur Normalisierung der Beziehungen zu Deutschland, die durch den Steuerstreit stark gelitten haben. In Deutschland kommt mit der LGT zum ersten Mal ein Liechtensteiner Institut im großen Stil zum Zuge. Soll der Deal in Kraft treten, darf allerdings die BaFin keine Einwände haben. Sie kündigte an, die Zuverlässigkeit des Käufers zu prüfen.

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