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31.03.2006

09:55 Uhr

Integration von Gerling

Talanx schafft neue Holdingstruktur

VonRita Lansch

Gestern haben die Talanx AG sowie die Gerling-Beteiligungs-GmbH ihren Belegschaften erste Details zur Integration mitgeteilt. Dem internen Schreiben zu Folge, das dem Handelsblatt vorliegt, soll sowohl das Privat- wie das Firmengeschäft beider Versicherer unter Zwischenholdings zusammengelegt werden.

HB DÜSSELDORF. Die Talanx AG sowie die Gerling-Beteiligungs-GmbH haben ihren Belegschaften gestern erste Details zur Integration mitgeteilt. Talanx übernimmt derzeit den Industrieversicherer Gerling. Dem internen Schreiben zu Folge, das dem Handelsblatt vorliegt, soll sowohl das Privat- wie das Firmengeschäft beider Versicherer unter Zwischenholdings (eine für die Lebens- und eine für die Schaden-Unfall-Versicherer) zusammengelegt werden. Diese Holdings übernehmen zentrale Verwaltungsfunktionen. Die gleiche Struktur ist im Asset-Management geplant.

Talanx ist einer der führenden Versicherer Deutschlands und die Tochter HDI der drittgrößte Industrieversicherer im Lande, nach Allianz und Gerling. Die EU-Wettbewerbshüter prüfen derzeit den Zusammenschluss. Sie haben insbesondere für das Segment der Haftpflichtversicherung für Pharmaunternehmen die Sorge, es könne eine marktbeherrschende Stellung entstehen. Die Entscheidung der EU hat sich daher verzögert. Am 5. April könnte sie fallen. Bis dahin macht Talanx keine genauen Aussagen zu Standorten oder zum Personalabbau.

Die Großkunden verhalten sich abwartend: „Für uns ist wichtiger, wie sich die Gesellschaft in den Niederlassungen vor Ort aufstellt“, sagt Ralf Oelßner, Präsident des Deutschen Versicherungs-Schutzverbandes, in dem die Firmenkunden ihre Interessen bündeln. Doch zumindest der rechtliche Rahmen ist jetzt bekannt. Das Geschäft mit Firmen ab einer Größenordnung von fünf Mill. Euro Umsatz soll künftig in der HDI Gerling Industrie AG zusammengelegt werden. Sie käme dabei auf 2,5 Mrd. Euro Beitragseinnahmen (Stand 2005). Damit läge sie gleich auf mit dem Allianz-Industrieversicherer, den die Münchener derzeit aus mehreren Gesellschaften formen – allerdings zählt die Allianz hier erst Kunden ab einem Umsatz von 500 Mill. Euro.

Im Privatkundengeschäft deckt „HDI-Gerling“ künftig das gehobene Segment ab und „HDI Direkt“ das preiswerte. In der Lebensversicherung betreut zudem künftig eine separate Vertriebs-AG die unabhängigen Vermittler.

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