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22.01.2007

16:02 Uhr

Interessenausgleich

Allianz macht bei Stellenabbau Zugeständnisse

Die Allianz hat sich mit dem Betriebsrat auf letzte Details zum geplanten Sparprogramm verständigt. Zwar hält der Versicherungsriese an der Streichung von 5700 Stellen bis 2009 fest, er muss seinen Mitarbeitern jedoch auch Zugeständnisse machen.

HB MÜNCHEN. Damit sei der Weg für die Neuordnung des inländischen Versicherungsgeschäfts frei, teilte die Allianz am Montag in München mit. Auf mehr als 1000 Seiten seien Einzelheiten des Interessensausgleichs geregelt worden. „Beispielsweise sind jetzt die Spielregeln klar, wann und wie man sich auf einen neuen Job bewerben kann“, sagte eine Allianz-Sprecherin. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi betonte, im Regelfall könne niemand gegen seinen Willen an einen anderen Standort versetzt werden, was zu begrüßen sei.

Im November hatte die Allianz nach monatelangen Protesten der Beschäftigten Abstriche an ihrem Sparplänen gemacht. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll nun bis Ende 2009 verzichtet werden - zwei Jahre länger als zuvor geplant. Zudem will der Konzern, der vergangenes Jahr vermutlich über sechs Mrd. Euro verdiente, weniger Verwaltungszentren schließen als ursprünglich angedacht.

Allerdings beharrte die Allianz darauf, bis Ende 2008 rund 5700 Stellen zu streichen und so 600 Mill. Euro einzusparen. Noch kommt die Allianz im inländischen Versicherungsgeschäft auf rund 31 000 Stellen. Das Management begründet die umstrittenen Kürzungen mit Marktanteilsverlusten und dem global schärfer werdenden Wettbewerb.

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