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28.06.2011

19:07 Uhr

Interessensverband

Banken dampfen Lobbyarbeit ein

Acht Jahre nach seiner Gründung wird der Lobbyverband „Initiative Finanzstandort Deutschland“ (IFD) in ein „Dialogforum“ umgewandelt. Die Ausgaben sollen deutlich gesenkt werden.

Auch der damalige Finanzminister Steinbrück hat an den Treffen der "Initiative Finanzstandort Deutschland" teilgenommen. Quelle: Reuters

Auch der damalige Finanzminister Steinbrück hat an den Treffen der "Initiative Finanzstandort Deutschland" teilgenommen.

FrankfurtDie großen deutschen Banken und Versicherer kümmern sich künftig mit weniger Aufwand um die Förderung des Finanzplatzes Deutschland. Der vor acht Jahren als Sprachrohr der Branche ins Leben gerufene Lobby-Zusammenschluss „Initiative Finanzstandort Deutschland“ (IFD) wird in ein „Dialogforum“ umgewandelt, dem das Bundesfinanzministerium und die Bundesbank nicht mehr angehören - sie sind künftig nur noch Ansprechpartner. Die Finanzplatzförderung sei nach der Bankenkrise stärker politisch und europäisch ausgerichtet, begründete die IFD am Dienstag ihr Aus. Künftig stünden die Risiken mehr im Vordergrund als die Chancen für neues Geschäft. Dem neuen Dialogforum gehören die großen Banken und Versicherer und die Branchenverbände an. 

Mit der Umstrukturierung ist eine deutliche Kostensenkung und Vereinfachung der Strukturen verbunden. Geführt werden soll das Dialogforum künftig vom Spitzenverband der Bankenverbände ZKA und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die IFD hatte sich zwölf Arbeitsgruppen mit 150 Experten geleistet, deren Tätigkeit sich mit der Lobbyarbeit der Verbände überschnitt. Mit ausgelöst wurde der Umbau durch den Austritt von GDV und Münchener Rück. Der GDV ist in der neuen Form wieder mit von der Partie.

 

Von

rtr

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