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09.01.2007

09:48 Uhr

Interessenten: Ausländische Institute

Italiens Banken schließen sich zusammen

VonKatharina Kort

Der italienische Bankenmarkt wurde nach der Großfusion von Unicredit und Hypo-Vereinsbank (HVB) auch im Jahr 2006 von Zusammenschlüssen bestimmt. Im August haben die Mailänder Banca Intesa und die Turiner Sanpaolo Imi ihre Fusion bekannt gegeben. Capitalia gilt als nächster Übernahmekandidat.

Die größten Banken Italiens

Die größten Banken Italiens

MAILAND. Gemeinsam sind sie zur größten italienischen Bank aufgestiegen (siehe Grafik). Gemessen an den Marktanteilen außerhalb Italiens hat Unicredit noch die Nase vorn.

Nach der angekündigten Mega-Fusion dauerte es nur wenige Monate, da legten vier Volksbanken nach: Mitte Oktober kündigte die Banca Popolare Italiana ihre Übernahme durch die Banca Popolare Di Verona e Novara an, und im November folgten die Volksbanken Banca Polpolare Unite (BPU) und die Banca Lombarda.

Beobachter gehen fest davon aus, dass die Konsolidierung noch nicht abgeschlossen ist. „Der nächste Kandidat ist Capitalia“, sagt ein Mailänder Investmentbanker. Die Bank mit Sitz in Rom hat in den vergangenen Jahren unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden Matteo Arpe eine erstaunliche Restrukturierung vorgelegt und wird mittlerweile als heißer Übernahmekandidat gehandelt. Als Interessenten kommen vor allem ausländische Institute in Frage wie die niederländische ABN Amro, die schon heute mehr als acht Prozent der Capitalia-Aktien hält. Auch die spanische Santander-Gruppe könnte ein Interesse haben, zumal sie bisher an Sanpaolo Imi beteiligt ist, ihr Anteil jedoch auf Grund der Fusion mit Intesa verwässert wird.

Die jüngsten Entwicklungen könnten den Verkaufsprozess noch fördern: Der bisherige Capitalia-Verwaltungsratspräsident Cesar Geronzi wurde im Dezember vom Dienst suspendiert, nachdem ihn ein norditalienisches Gericht im Zusammenhang mit dem Konkurs des Tourismus- und Immobilienkonzerns Italcase für schuldig befunden hat. Das Institut steht damit personell geschwächt da. „Die Suspension Geronzis könnte eine potenzielle Offerte erleichtern und nicht nur für die iberische Gruppe“, schreiben die Analysten von Chevreux.

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