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20.08.2012

19:58 Uhr

Interessenverband

Finanzinvestoren sehen Licht am Horizont

Auch größere Transaktionen von Finanzinvestoren scheinen langsam aber sicher wieder möglich in Deutschland. Noch Anfang des Jahres hatte absolute Flaute geherrscht.

FrankfurtDer Verkauf des schwäbischen Küchenausrüsters WMF und der des Verbandmaterial-Herstellers BSN Medical machen den Beteiligungsgesellschaften in Deutschland Mut. In den drei Monaten vor den beiden Transaktionen hatte auf dem Beteiligungsmarkt absolute Flaute geherrscht: Im zweiten Quartal investierten Private-Equity-Firmen hierzulande gerade noch 594 Millionen Euro in Firmenkäufe, Gründungsfinanzierungen und Minderheitsbeteiligungen, nochmals ein Drittel weniger als im ebenfalls schwachen Vorjahr, wie der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) am Montag mitteilte. "Im zweiten Halbjahr erwarten wir jedoch eine deutliche Verbesserung", erklärte BVK-Chef Matthias Kues.

Kaffeelöffel aus WMF-Produktion. dpa

Kaffeelöffel aus WMF-Produktion.

Der Finanzinvestor KKR bot Anfang Juli bis zu 600 Millionen Euro für WMF, die ehemalige Beiersdorf-Tochter BSN Medical ging für 1,8 Milliarden Euro an den schwedischen Investor EQT. "Eigenkapitalgeber werden gebraucht", sagte Kues. Die Hürden, die sie im ersten Halbjahr nach Angaben des Verbands bremsten, sind allerdings noch nicht aus dem Weg geräumt: die Euro-Krise, die mangelnde Verfügbarkeit von Bankkrediten für die Beteiligungsfirmen, die weit auseinanderklaffenden Preisvorstellungen für Firmen und fehlende Übernahmeziele. Die Finanzinvestoren haben zwar genügend Eigenkapital bei ihren Anlegern eingesammelt, doch fehlt ihnen oft das Fremdkapital, das sie brauchen, um die erwarteten Renditen einzufahren.

Von

rtr

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