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08.02.2013

09:07 Uhr

Interne Kreise

Deutsche Bank entlässt Händler in London

Nun kommt es offenbar zu konkreten Entlassungen: 10 bis 12 Energiehändler sollen in London entlassen werden. Die Deutsche Bank fährt ihren Handel an physischen Energiemärkten zurück.

Logo der Bank bei der Bilanzpressekonferenz. dpa

Logo der Bank bei der Bilanzpressekonferenz.

LondonDeutsche Bank hat zehn bis zwölf Strom- und Erdgashändler in London entlassen, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Der Schritt kommt im Rahmen des Abbaus von Händlern physischer Rohstoffe.

Mindestens zwei Händler sind noch dabei, Positionen aufzulösen, während Europas größte Bank den Handel an den physischen Energiemärkten zurückschraubt, wie die Personen sagten, die nicht genannt werden wollten. Nick Bone, Unternehmenssprecher in London, wollte sich gestern nicht äußern.

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Unter anderem schlugen Rechtsstreitigkeiten negativ zu Buche.

Die Frankfurter Bank folgt damit JPMorgan Chase & Co. sowie der Bank of America Corp. in dem Schritt, Rohstoffhandelsbereiche zu schließen, da die Bestimmungen in Europa und den USA nach der Finanzkrise strenger werden. Deutsche Bank hat auch die Anzahl ihrer US-Gas- und Stromhändler reduziert, wie eine Person im Dezember gesagt hatte.

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Tiefrote Quartalszahlen und ein Nettoverlust von über zwei Milliarden Euro. Die Botschaft der Deutsche-Bank-Chefs: Das Ackermann-Modell ist tot, es lebe die neue Bank unter der Führung von Jain und Fitschen.

Die Londoner Händler haben Deutsche Bank Anfang Dezember verlassen, sagten die Personen. Die Bank bietet weiterhin Rohstoffderivate und Clearingdienstleistungen in Frankfurt an, wie aus einer Broschüre hervorgeht, die am 6. Februar bei einer Konferenz in Essen erhältlich war.

Das Finanzinstitut hat im vierten Quartal einen Verlust von 2,17 Mrd. Euro verzeichnet, nach einem Gewinn von 147 Mio. Euro im Vorjahr.

Im Januar hatte Deutsche Bank Louise Kitchen und Richard Jefferson zu Co-Leitern des Bereichs Rohstoffe ernannt. Beide haben ihren Sitz in London. Sie ersetzen David Silbert. Deutsche Bank war seit mindestens 2003 am europäischen Strom- und Gasmarkt aktiv.

Marktanteile der Investmentbanken - Fusionen & Übernahmen mit europäischer Beteiligung

Goldman Sachs

Rang 1 (Vorjahr: 1)

331,1 Milliarden Dollar

172 Transaktionen

Deutsche Bank

Rang 2 (Vorjahr: 2)

260,6 Milliarden Dollar

136 Transaktionen

Morgan Stanley

Rang 3 (Vorjahr: 3)

260 Milliarden Dollar

145 Transaktionen

Barclays

Rang 4 (Vorjahr: 6)

215,7 Milliarden Dollar

90 Transaktionen

JP Morgan

Rang 5 (Vorjahr: 4)

195,9 Milliarden Dollar

133 Transaktionen

Citi

Rang 6 (Vorjahr: 7)

195,5 Milliarden Dollar

110 Transaktionen

Bank of America/Merrill Lynch

Rang 7 (Vorjahr: 10)

175,6 Milliarden Dollar

91 Transaktionen

Credit Suisse

Rang 8 (Vorjahr: 5)

159,4 Milliarden Dollar

107 Transaktionen

Rothschild

Rang 9 (Vorjahr: 9)

146,9 Milliarden Dollar

217 Transaktionen

Lazard

Rang 10 (Vorjahr: 13)

137,5 Milliarden Dollar

126 Transaktionen

Quelle

Thomson Reuters, ausgewerteter Zeitraum: 1. Januar bis 18. Dezember 2012


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