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24.01.2007

07:56 Uhr

Internes Papier

Bei den Sparkassen droht Stellenabbau

VonPeter Köhler

Die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute rechnen in diesem Jahr mit einem sinkenden Ergebnis und prüfen deshalb den Abbau von Arbeitsplätzen. Dies geht aus einem internen Strategiepapier des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) hervor, das dem Handelsblatt vorliegt.

Die Gewinne schwinden. Das könnte Arbeitsplätze kosten. Foto: dpa

Die Gewinne schwinden. Das könnte Arbeitsplätze kosten. Foto: dpa

FRANKFURT. Nach der in dem Papier enthaltenen „Rentabilitätsprognose 2007“ erwirtschaften die etwa 450 Sparkassen zusammen womöglich nur ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von 9,7 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr erreichten die öffentlich-rechtlichen Institute voraussichtlich noch ein Plus von 10,4 Mrd. Euro.

Hauptgründe für das schwierige Marktumfeld der Sparkassen sind das Vordringen der Direktbanken und der Margenverfall im Privat- und Firmenkundengeschäft. Ein Sprecher des DSGV sagte allerdings, die Rentabilitätsprognose enthalte nur erste Voraussagen, weil die Zahlen der Institute zurzeit beim Verband eingingen.

Nach dem internen Papier belaufen sich die Personalkosten der Sparkassen trotz Outsourcing, Fluktuation und Altersteilzeitregelung nach wie vor auf rund elf Mrd. Euro. Die Ausgaben ließen sich wegen „struktureller Effekte und Sonderzahlungen in die Sozialsysteme nicht entscheidend reduzieren“, heißt es dort. Kostensenkungen könnten deshalb nur über eine „weitere Personalkonsolidierung“ erreicht werden. Die Landesobmänner der regionalen Sparkassenverbände wollen das Papier in dieser Woche diskutieren.

Nach letzten offiziellen Erhebungen ging die Zahl der Sparkassenbeschäftigten von 271 000 im Jahr 2003 auf 261 000 Ende 2005 zurück. Während im Vertrieb neue Jobs entstanden, fielen in der Verwaltung viele Stellen weg.

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