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18.04.2013

16:15 Uhr

Investmentbank

Morgan Stanley kämpft sich in Gewinnzone zurück

Die Geschäfte der US-Bank scheinen nach Verlusten im Vorjahr wieder zu brummen – zumindest mit reichen Kunden. Insgesamt gehen die Einnahmen allerdings zurück. Vorbörslich gibt die Bankaktie nach.

Morgan-Stanley-Werbung am New Yorker Times Square: Die Investmentbank machte im ersten Quartal einen Gewinn. dapd

Morgan-Stanley-Werbung am New Yorker Times Square: Die Investmentbank machte im ersten Quartal einen Gewinn.

New YorkMorgan Stanley schreibt dank guter Geschäfte in der Vermögensverwaltung wieder schwarze Zahlen. Der Überschuss im ersten Quartal 2013 summierte sich auf 958 Millionen Dollar, wie die US-Investmentbank am Donnerstag mitteilte. Im Jahr zuvor waren es noch 119 Millionen Dollar Verlust. Für den Konkurrenten von Goldman Sachs zahlt sich aus, das Geschäft mit sehr reichen Kunden seit der Finanzkrise gestärkt zu haben.

Zu Jahresbeginn stand die Sparte schon für 41 Prozent aller Einnahmen. Die Wachstumsrate lag bei über fünf Prozent, die Marge zum Vorquartal unverändert bei 17 Prozent. Bankchef James Gorman setzt auf den Bereich, der im Gegensatz zum schwankungsanfälligen Investmentbanking mehr Stabilität bringt.

Größte Investmentbanken im globalen Fusionsgeschäft

Rang 10

Deutsche Bank

41 Milliarden Dollar*

(-61 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Rang 9

Centerview Partners

48 Milliarden Dollar

(+631 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 8

Citi

52 Milliarden Dollar

(-49 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 7

Barclays

55 Milliarden Dollar

(-51 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 6

Morgan Stanley

57 Milliarden Dollar

(-41 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 5

Credit Suisse

69 Milliarden Dollar

(-27 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 4

Lazard

70 Milliarden Dollar

(+132 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 3

Bank of America Merrill Lynch

90 Milliarden Dollar*

(+43 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 2

Goldman Sachs

104 Milliarden Dollar

(-14,5 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 1

JPMorgan

124 Milliarden Dollar*

(+6,5 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Er sagte, noch nie sei in der Sparte ein höherer Vorsteuergewinn erzielt worden. Für das Geschäft mit reichen Kunden gebe es weniger regulatorische Hürden als im Handel, sagte der US-Fondsmanager Bernie Williams.

Im klassischen Investmentbanking gab es dagegen mehr Schatten als Licht. Der Umsatz aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Rohstoffen fiel um fast die Hälfte auf 1,5 Milliarden Dollar. In der Beratung von Fusionen und Übernahmen sowie der Ausgabe von Aktien und Anleihen gab es gegenüber dem vierten Quartal Zuwächse, zum Vorjahreszeitraum aber Rückgänge.

Stellenabbau im Investment-Banking

Royal Bank of Canada

Die Royal Bank of Canada ist eines der wenigen Geldhäuser, welches das Investment-Banking ausbaut. Die Zahl der Mitarbeiter steigt von Ende 2011 bis Jahresende 2012 um 0,7 Prozent.

Goldman Sachs

Die US-Großbank Goldman Sachs reduzierte 2012 die Zahl der Mitarbeiter im Investment-Banking um 2,7 Prozent.

JP Morgan

Die Wall-Street-Bank reduziert ihr Investment-Banking um 3,1 Prozent.

Credit Suisse

Die Schweizer Credit Suisse kappt die Zahl der Mitarbeiter im Investment-Banking um 4,3 Prozent.

Morgan Stanley

Die US-Bank Morgan Stanley streicht die Mitarbeiterzahl um 8,5 Prozent zusammen.

Deutsche Bank

Der deutsche Primus streicht das Investment-Banking radikal zusammen: Die Deutsche Bank kappt die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich um 13,3 Prozent.

Quelle: Bloomberg, Ende 2012 im Vergleich zu Ende 2011

Alles in allem fielen die Einnahmen des Konzerns zu Jahresbeginn um fünf Prozent auf knapp 8,5 Milliarden Dollar. Morgan-Stanley-Aktien verloren daraufhin an der Wall Street knapp zwei Prozent.

Goldman Sachs hatte seinen Quartalsgewinn zuletzt um 5,5 Prozent auf 2,19 Milliarden Dollar gesteigert. Andere Großbanken wie JPMorgan Chase oder die Citigroup, die stärker im Privatkundengeschäft mitmischen, hatten ebenfalls Milliarden-Gewinne eingefahren und dabei Zuwächse von jeweils etwa einem Drittel erzielt. In den nächsten Wochen werden auch Zahlen der europäischen Schwergewichte erwartet. Die Deutsche Bank legt ihre Zwischenbilanz am 30. April vor.

Von

rtr

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