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20.01.2006

14:30 Uhr

Investmentbank- und Wertpapiergeschäft stark

Citigroup verdient an Privatkunden weniger

Der US-Finanzdienstleister Citigroup hat trotz eines schwächeren Verbrauchergeschäfts 2005 deutliche Gewinnsteigerungen verbucht. Im vierten Quartal gelang dies der weltgrößten Bank allerdings nur dank des Verkaufs ihrer Vermögensverwaltungssparte.

HB NEW YORK. Der Nettoertrag sei im abgelaufenen Quartal auf 6,93 Mrd. Dollar nach 5,32 Mrd. im Vorjahreszeitraum geklettert, teilte die Citigroup am Freitag mit. Je Aktie habe sich der Gewinn auf 1,37 Dollar von zuvor 1,02 Dollar erhöht. Die Dividende für das Quartal wurde um elf Prozent auf 49 Cent je Anteilsschein angehoben.

Der Verkauf der Vermögensverwaltung an Legg Mason begünstigte das Ergebnis um 2,1 Mrd. Dollar. Ohne die Transaktion wäre der Gewinn der Citigroup in den drei Monaten auf unter fünf Mrd. Dollar oder 98 Cent je Aktie gefallen. Befragte Analysten hatten mit einem Gewinn von 1,00 Dollar je Aktie gerechnet. Die Einnahmen des New Yorker Instituts legten um drei Prozent auf 20,78 Mrd. Dollar zu, während die Branchenexperten mit fast 22 Mrd. gerechnet hatten. Die operativen Kosten der Citigroup stiegen im vergangenen Quartal um ein Prozent auf 11,37 Mrd. Dollar.

An der Börse fielen Citigroup-Aktien im vorbörslichen Handel um 0,5 Prozent. Am Donnerstag hatten sie an der Wall Street bei knapp 48 Dollar geschlossen.

Eine schwächeres Ergebnis verzeichnete die Bank in der Privatkundensparte. Hier fiel der Gewinn um 23 Prozent auf 2,43 Mrd. Dollar. Besonders stark war der Rückgang dabei mit 60 Prozent im amerikanischen Kreditkartengeschäft. Das starke Investmentbank- und Wertpapiergeschäft sowie solide Gewinne im Ausland machten allerdings rückläufige Gewinne bei Kreditkarten und anderen Verbraucherprodukten der größten amerikanischen Bank wett.

Im gesamten vergangenen Jahr verdiente die Citigroup 24,6 Mrd. Dollar (20,3 Mrd Euro) oder 44 Prozent mehr als im Vorjahr. Citigroup-Konzernchef Charles Prince hob unter anderem das starke Auslandsgeschäft hervor. Prince erklärte, er vertraue auf die anhaltende Gewinnstärke des Unternehmens. Auch 2006 sieht er „erhebliche“ Wachstumsmöglichkeiten.

In den vergangenen Tagen hatten bereits andere große US-Banken ihre Quartalsbilanzen vorgelegt. Die Investmentbank Merrill Lynch hatte einen um 25 Prozent höheren Gewinn ausgewiesen, Wachovia als Nummer vier des Landes von 18 Prozent. Bei JP Morgan, der drittgrößten US-Bank, betrug der Zuwachs sogar mehr als die Hälfte.

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