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23.03.2012

10:27 Uhr

Investmentbanking

JP Morgan übertrumpft Deutsche Bank

VonRobert Landgraf

Die US-Großbank hat sich beim Investmentbanking auf dem deutschen Markt an die Spitze gekämpft. Für den Platzhirsch Deutsche Bank bleibt nur Platz zwei. Auch Rothschild hat gegenüber den Frankfurtern die Nase vorn.

Das JP Morgan Chase-Gebäude in New York. dapd

Das JP Morgan Chase-Gebäude in New York.

FrankfurtKarl-Georg Altenburg kann sich die Hände reiben. Der Chef von JP Morgan in Frankfurt führt nicht nur die größte ausländische Investmentbank in Deutschland. Im ersten Quartal konnte er sich bei den Gebühreneinnahmen im Investment-Banking vor den heimischen Erzrivalen Deutsche Bank auf Platz eins schieben. Normalerweise ist der Spitzenplatz für das deutsche Geldhaus reserviert. In der New Yorker Konzernzentrale kommt die Botschaft von Altenburg gut an. Für die US-Amerikaner bleibt die stärkste Volkswirtschaft Europas ein Kernmarkt.

JP Morgan profitierte davon, dass bei allen Instituten die Gebühreneinnahmen in den ersten drei Monaten sprudelten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kassierten die Investmentbanken 34 Prozent mehr, insgesamt 598 Millionen Dollar, wie Thomson Reuters für das Handelsblatt errechnete. Allerdings liegen die Banken noch weit entfernt vom ausgezeichneten Jahr 2010, als die Provisionen sich auf rund 790 Millionen Euro addierten.

Führende Banken: Fusionen und Übernahmen

Platz 1

Die Deutsche Bank ist vom zweiten Platz im Vorjahreszeitraum nun auf die Spitzenposition geklettert. Das Volumen betrug im ersten Halbjahr dieses Jahres 19,78 Milliarden Dollar.

Platz 2

Morgan Stanley hat einen gewaltigen Satz nach oben gemacht. 16,79 Milliarden Dollar betrug das Volumen bei Fusionen und Übernahmen im ersten Halbjahr, statt Platz 12 macht das Platz 2.

Platz 3

Goldman Sachs bleibt mit einem Volumen von 11,41 Milliarden Dollar unverändert auf dem dritten Platz.

Platz 4

Rothschild springt von acht auf vier. Das Volumen betrug 9,72 Milliarden Dollar.

Platz 5

JP Morgan rutscht von Platz 4 auf Platz 5. Das Volumen betrug 8,89 Milliarden Dollar.

Platz 6

Perella Weinberg belegt mit einem Volumen von 8,69 Milliarden Dollar den sechsten Platz.

Platz 7

Macquarie liegt mit einem Volumen von 8,15 Milliarden Dollar auf dem siebten Rang.

Platz 8

Lazard fällt mit einem Volumen von 6,27 Milliarden Dollar von sieben auf acht.

Platz 9

Credit Suisse rauscht von der Top-Position auf den neunten Platz. Das Volumen betrug 5,65 Milliarden Dollar.

Platz 10

Die Citi gleitet von sechs auf zehn mit einem Volumen von 5,28 Milliarden Dollar.

Im laufenden Jahr profitieren sie vor allem vom Aufschwung bei Anleiheemissionen. Allein etwa die Hälfte der Einnahmen kam nach der Analyse von Thomson Reuters aus diesem Bereich. Außerdem trugen das Geschäft mit Aktienplatzierungen sowie Fusionen und Übernahmen (Mergers and Acquisitions, M&A) und syndizierten Krediten zum Erfolg bei.

Dass bei M&A die Investmentbank Rothschild an der Spitze steht, wird Stephan Leithner nicht gefallen, der nach der Hauptversammlung der Deutschen Bank in den Vorstand wechselt, zunächst aber noch das Investment-Banking in Deutschland führt.

Führende Banken: Gebühren Investment-Banking

Platz 1

Bei den Gebühren fürs Investment-Banking liegt die Deutsche Bank mit einem Volumen von 100,6 Millionen Dollar weiterhin vorne.

Platz 2

JP Morgan macht einen kleinen Satz vom dritten auf den zweiten Platz. Das Volumen: 68,9 Millionen Dollar.

Platz 3

HSBC belegt mit einem Volumen von 48,5 Millionen Euro den dritten Platz.

Platz 4

Die Commerzbank verbessert sich leicht von Rang sechs auf vier mit einem Volumen von 45,2 Millionen Dollar.

Platz 5

Unicredit landet mit 42,8 Millionen Dollar auf dem fünften Platz (zuvor Platz 9).

Platz 6

Morgan Stanley klettert von elf auf sechs mit einem Volumen von 41,3 Millionen Dollar.

Platz 7

Die Royal Bank of Scotland belegt den siebten Platz. Das Volumen betrug 36,5 Millionen Dollar.

Platz 8

Barclays konnte sich mit einem Volumen von 31,8 Millionen Dollar nicht auf dem siebten Platz halten.

Platz 9

30,5 Millionen Dollar waren es bei der LBBW, das reicht für einen Sprung in die Top Ten (vorher Platz 18).

Platz 10

Goldman Sachs rutscht mit 29,9 Millionen Euro vom zweiten auf den zehnten Platz.

Kommentare (9)

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Hey_Joe

23.03.2012, 10:57 Uhr

So wurde aus der "Deutschen Bank" die Europäische Bank

Account gelöscht!

23.03.2012, 11:03 Uhr

Es sollte eher heissen "So wurde aus der Deutschen Bank die....weder deutsche, noch Bank....

Account gelöscht!

23.03.2012, 11:12 Uhr

Naja, kommt immer darauf an, welche Kriterien man als Maßstab nimmt und priorisiert:

DBK

Platz 1) FX-Trading

Platz 2) Fixed-Income und Global Equity-Trading

Platz 3) Mergers & Acquisitions


Keine Ahnung, wo JPM in diesen Rankings auftaucht .....

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