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21.02.2014

17:28 Uhr

Investmentbanking

RBS-Chef weist Berichte über Job-Kürzungen zurück

Die Royal Bank of Scotland will einem Bericht zufolge ein Viertel aller Arbeitsplätze streichen. Nun dementiert der Konzernchef die Gerüchte. Nächste Woche wird das Ergebnis der strategischen Prüfung bekanntgegeben.

Eine Londoner Filiale der Royal Bank of Scotland: Die RBS will sich künftig auf die Vergabe von Darlehen an britische Verbraucher und Unternehmen konzentrieren. dpa

Eine Londoner Filiale der Royal Bank of Scotland: Die RBS will sich künftig auf die Vergabe von Darlehen an britische Verbraucher und Unternehmen konzentrieren.

LondonRoss McEwan, Konzernchef der Royal Bank of Scotland Group Plc (RBS), hat seinen Mitarbeitern am Freitag versichert, dass es „keine große Ankündigung“ von Stellenstreichungen geben werde, wenn die Bank nächste Woche das Ergebnis ihrer strategischen Prüfung bekannt gibt.

„Solche Dinge sind frustrierend und verunsichernd“, schrieb McEwan in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. „Das hat sich über die letzten Wochen und Monate aufgebaut und war vor unserem Strategie-Update zu erwarten.“

McEwan, der im Oktober Stephen Hester an der Spitze der britischen Großbank ablöste, wird in der nächsten Woche erläutern, wie er die Investmentbank und die Übersee-Töchter der RBS verkleinern will, um sich stärker auf das Verbraucher- und Firmenkundengeschäft in Großbritannien zu konzentrieren, erklärte eine mit den Plänen vertraute Person gegenüber Bloomberg News, die nicht namentlich genannt werden wollte. Diese Restrukturierung werde im Verlauf der nächsten Jahre zu Arbeitsplatzverlusten führen, fügte die informierte Person hinzu.

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Am Donnerstag hatte die Financial Times berichtet, dass die RBS ihre Aktivitäten in den riskanteren Bereichen des Investmentbanking einstellen und sich aus den Märkten in den USA und Asien mehr oder weniger komplett zurückziehen wolle. Nächste Woche werde die größte britische Bank in Staatsbesitz die Restrukturierungsmaßnahmen ankündigen, hieß es unter Berufung auf namentlich nicht genannte Personen in der Tageszeitung. Im Verlauf der nächsten Jahre werde möglicherweise ein Viertel der insgesamt 120.000 Mitarbeiter entlassen. Linda Harper, eine Sprecherin der Bank, wollte zu den Informationen nicht Stellung beziehen.

Sky News hatte am Freitag berichtet, dass sich die Bank aus Dutzenden der insgesamt 38 Länder, in denen sie tätig ist, zurückziehen wolle.

Auch mehr als fünf Jahre nach der größten Rettungsaktion für eine Bank ist es der britischen Regierung nicht gelungen, ihre Beteiligung an dem Institut auf weniger als 80 Prozent zu reduzieren. Konzernchef Ross McEwan will das Kreditinstitut durch Verkäufe von Geschäftsbereichen und Stellenstreichungen wieder flott machen.

Der Aktienkurs der RBS stieg in London bis zu 2,5 Prozent und war am Nachmittag bei 360,40 Pence 1,3 Prozent höher.

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