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01.09.2011

15:36 Uhr

Investmentbanking

UBS gerät in China unter Beschuss

Medienberichten zufolge soll die Schweizer Großbank UBS Investoren in China bei zwei Börsengängen irreführende Finanzinformationen gegeben und Schlüsselrisiken verschwiegen haben.

Die Schweizer Großbank UBS sieht sich in China der Kritik der Öffentlichkeit ausgesetzt. dpa

Die Schweizer Großbank UBS sieht sich in China der Kritik der Öffentlichkeit ausgesetzt.

ShanghaiDas Investmentbanking der Schweizer Großbank UBS ist in China in die öffentliche Kritik geraten. In der staatlichen Zeitung „Shanghai Securities News“ hieß es am Donnerstag, die Bank habe Investoren bei zwei Börsengängen irreführende Finanzinformationen gegeben und Schlüsselrisiken verschwiegen. UBS müsse die Verantwortung für die schwache Entwicklung der Aktie von Pangda Automobile Trade Co übernehmen, deren Börsengang im Volumen von fast einer Milliarde Dollar die Schweizer Bank dieses Jahr organisiert hatte. Ebenfalls erwähnt wurde in dem fast ganzseitigen Artikel der Börsengang des chinesischen Autozulieferers BYD , an dem UBS auch beteiligt war. 

Eine UBS-Sprecherin erklärte in Peking, die Bank habe den Bericht zu Kenntnis genommen. UBS habe bei den Börsengängen sorgfältig gearbeitet und werde auch in Zukunft alle Anforderungen der chinesischen Aufsichtsbehörden erfüllen.

BYD hatte weniger als zwei Monate nach seinem Börsengang einen Rückgang des Halbjahresgewinns um 89 Prozent gemeldet und die Aktie brach daraufhin ein. Bei Pangda ging der Gewinn um 36 Prozent zurück. Im Fall Pangda habe es UBS unterlassen, die Anleger auf die Risiken der mit einer Expansion verbundene hohen Kosten hinzuweisen, hieß es in dem Zeitungsbericht. 

Berichte in chinesischen Staatsmedien haben oft so großes Gewicht, dass die Behörden danach in der Angelegenheit tätig werden.

 

Von

rtr

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