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07.01.2011

07:00 Uhr

Investoren

Goldmans Kunden lieben Facebook

VonAstrid Dörner

Die US-Bank Goldman Sachs hat mit ihrem Angebot, in das soziale Netzwerk Facebook zu investieren, den Nerv ihrer Kunden getroffen. Potenzielle Investoren würden sich geradezu um ein „Stück“ Facebook reißen, berichten mehrere US-Medien übereinstimmend. Allerdings wird die Angebotsphase früher enden als geplant.

Über die Investmentbank Goldman Sachs können Kunden in das soziale Netzwerk Facebook investieren. DAPD

Über die Investmentbank Goldman Sachs können Kunden in das soziale Netzwerk Facebook investieren.

NEW YORK. Die Interessenten seien bereit, über das Institut mehrere Milliarden Dollar in das rasant gewachsene Internetunternehmen zu investieren, berichten US-Medien. Schon am heutigen Donnerstag sollte deshalb die Angebotsphase beendet werden – mehrere Tage früher als ursprünglich geplant. Goldman wollte sich zu den Berichten nicht äußern.

Am Montag hatte das renommierte Wall-Street-Haus unter Führung von Bankchef Lloyd Blankfein 450 Millionen Dollar an eigenem Geld in das noch nicht börsennotierte Startup von Mark Zuckerberg investiert und soll den Berichten zufolge dafür einen Anteil von 0,8 Prozent an Facebook erhalten. Zudem sollen vermögende Goldman-Kunden über einen bis zu 1,5 Milliarden Dollar schweren Fonds Facebook-Anteile kaufen können. Das Startup hat dank des Goldman-Deals eine Bewertung von 50 Milliarden Dollar und ist damit mehr wert als viele andere Großkonzerne.

Den Berichten zufolge sei vor allem wohlhabenden Kunden und den Partnern der Bank angeboten worden, in Facebook zu investieren. Zudem seien auch eine nicht weiter spezifizierte Anzahl an Hedge-Fonds, Private-Equity-Firmen und andere Institutionen, die Geschäfte mit der Bank machen, kontaktiert worden. Darunter seien der Finanzinvestor Blackstone und die Fortress Investment Group gewesen, schreibt das „Wall Street Journal“. Goldman hatte zur Bedingung gemacht, dass sich Interessenten mit mindestens zwei Millionen Dollar beteiligen müssen und ihre Anteile bis 2013 nicht verkaufen dürfen. Wegen der überraschend großen Nachfrage habe Goldman einigen Kunden jedoch mitgeteilt, dass sie einen deutlich kleineren Anteil bekommen werden, als sie verlangt hatten.

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