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07.12.2011

19:41 Uhr

Island

Landsbanki entschädigt für Online-Pleite

Islands Landsbanki hat mit der Entschädigung von Gläubigern seiner Online-Tochter begonnen. Icesave ging 2008 bankrott, wovon vor allem Kunden in den Niederlanden und Großbritannien betroffen sind.

2010 protestierten Isländer gegen die Entschädigung von Gläubigern. dpa

2010 protestierten Isländer gegen die Entschädigung von Gläubigern.

ReykjavikDie isländische Landsbanki hat mit der Entschädigung der Gläubiger wegen ihrer bankrotten Online-Bank Icesave begonnen. Die ersten Teilzahlungen seien von der mit der Abwicklung der Landsbanki beauftragten Kommission überwiesen worden, teilte die Bank mit. Dabei handele es sich um 432 Milliarden isländische Kronen (2,7 Milliarden Euro) und damit knapp ein Drittel der anerkannten vorrangigen Forderungen. Zu den von der Icesave-Pleite Betroffenen zählen überwiegend Kunden aus den Niederlanden und Großbritannien.

Die Landsbanki war 2008 im Zuge des Zusammenbruchs des isländischen Bankensektors Pleite gegangen, hatte aber im September angekündigt, über ausreichend Gelder für die Rückzahlung der „vorrangigen Forderungen“ zu verfügen. Zugleich bliebe ihr dann noch ein Rest von 13 Milliarden Kronen.

In zwei Volksabstimmungen 2010 und 2011 hatten die Isländer sich gegen die Entschädigung der Icesave-Gläubiger mit Steuergeldern ausgesprochen. Die Aktiva der Landsbanki sind deshalb die einzigen Mittel, um die Schuldansprüche zu bedienen.

Großbritannien und die Niederlande hatten nach dem Bankrott der Bank rund 340.000 ihrer Bürger selbst mit 3,9 Milliarden Euro für den Verlust ihrer Spareinlagen in der Icesave-Bank entschädigt. Die Bankenpleite hatte das Verhältnis Islands zu Großbritannien und den Niederlanden und die EU-Beitrittsverhandlungen Islands belastet.

Von

afp

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