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29.04.2015

13:41 Uhr

Italienische Großbank

Unicredit sichert sich gegen „Grexit“ ab

Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone wäre nicht nur für das Land ein Problem. Auch die Großbank Unicredit fürchtet folgen. Doch das Institut hat einen Plan für den Fall der Fälle.

Bei einem Austritt aus der Euro-Zone könnte die Drachme wieder zur Währung Griechenlands werden. dpa

Drachme-Münzen

Bei einem Austritt aus der Euro-Zone könnte die Drachme wieder zur Währung Griechenlands werden.

WienDie italienische Großbank Unicredit hortet Geld für den Fall eines Austritts von Griechenland aus der Euro-Zone. Ein solches Szenario „wäre sehr schlecht für Griechenland“, sagte Unicredit-Osteuropa-Chef Carlo Vivaldi am Dienstagabend in Wien. „Für Europa und die Märkte im Allgemeinen wird es mit Sicherheit zu Volatilität führen.“

Sollte es tatsächlich zu einem sogenannten „Grexit“ kommen, könnte der Geldfluss nach Einschätzung von Vivaldi im Bankensystem ins Stocken kommen. „Unser Notfallplan ist daher, viel Liquidität zu haben“, sagte Vivaldi. Auch während der Finanzkrise war diese zum knappen Gut geworden, weil Banken sich gegenseitig misstrauten und kein Geld mehr liehen. Unicredit selbst sei nur geringfügig in Griechenland engagiert.

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Die Russland-Krise wirkt sich kaum auf das Geschäft der Unicredit aus: Osteuropa treibt weiterhin Wachstums der italienischen Bank. Nur die Ukraine bereitet dem Geldinstitut große Schwierigkeiten.

Angesichts der unabsehbaren Folgen hoffe er, dass das Mittelmeerland in der Euro-Zone bleibe. Darüber sollten jedoch die Bürger des Landes entscheiden. Mittelfristig kann Europa einen "Grexit" nach Vivaldis Einschätzung verdauen.

Die Unicredit leitet ihre Zentral- und Osteuropageschäft großteils über die österreichische Tochter Bank Austria.

Von

rtr

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