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21.05.2014

16:53 Uhr

Italienische Krisenbank

Altaktionäre segnen Kapitalerhöhung bei Monte dei Paschi ab

Die Altaktionäre der Monte dei Paschi erlauben die Kapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro – dem Doppelten des aktuellen Börsenwertes. Die Führung ist sich sicher: So wird sie „wieder eine normale, gesunde Bank“.

Nach dem EZB-Stresstest könnte ein größerer Geldbedarf in der Bilanz der Monte dei Paschi aufgedeckt werden. Reuters

Nach dem EZB-Stresstest könnte ein größerer Geldbedarf in der Bilanz der Monte dei Paschi aufgedeckt werden.

SienaDie Altaktionäre der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi haben Pläne für eine fünf Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung abgesegnet. Bei einer außerordentlichen Versammlung im toskanischen Siena nahmen die Anteilseigner das Vorhaben am Mittwoch mit überwältigender Mehrheit an. Das Volumen entspricht dem Doppelten des aktuellen Börsenwertes.

Mit dem frischen Geld soll die drittgrößte Bank des Landes einen Puffer bekommen. Denn nach dem EZB-Stresstest könnte ein größerer Geldbedarf in der Bilanz aufgedeckt werden. „Mit dieser Kapitalerhöhung wird die Bank wieder eine normale, gesunde Bank“, sagte Monte-Paschi-Verwaltungsratschef Alessandro Profumo.

Allerdings müssen sich erst mal genügend Investoren finden, die dem Institut frisches Geld zuschießen. Die Kapitalerhöhung soll im Juni und Juli über die Bühne gehen.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

Monte dei Paschi gehört zu den italienischen Banken mit dem höchsten Anteil an faulen Krediten. Das Geldhaus wurde hart von der Schuldenkrise getroffen und hat sich auch durch Übernahmen und riskante Derivate-Deals verhoben. Der Staat musste daraufhin mehr als vier Milliarden Euro in das Institut pumpen, um es vor dem Kollaps zu bewahren.

Von

rtr

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