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11.08.2017

20:29 Uhr

Italienische Krisenbank

Monte dei Paschi mit tiefroten Zahlen

Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena muss für das zweite Quartal tiefrote Zahlen vermelden. Wegen hoher Abschreibungen stand im Berichtszeitraum ein Minus von 3,1 Milliarden Euro unter dem Strich.

Nach einer Finanzspritze hält die italienische Regierung nun rund 52 Prozent an Monte dei Paschi. AP

Monte dei Paschi di Siena

Nach einer Finanzspritze hält die italienische Regierung nun rund 52 Prozent an Monte dei Paschi.

MailandHohe Abschreibungen haben der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena im zweiten Quartal tiefrote Zahlen eingebrockt. Im Berichtszeitraum stand ein Minus von 3,1 Milliarden Euro unter dem Strich, wie das Geldhaus am Freitagabend mitteilte. Grund seien zusätzlich Abschreibungen von vier Milliarden Euro im Zusammenhang mit dem Verkauf von notleidenden Krediten gewesen.

Die Kernkapitalquote (CET 1) stieg im Zuge einer milliardenschweren Rekapitalisierung auf 15,4 Prozent von niedrigen 6,5 Prozent per Ende März. Nach der Finanzspritze hält die italienische Regierung nun rund 52 Prozent an Monte Paschi. Im ersten Halbjahr verbuchte Monte Paschi einen Fehlbetrag von 3,2 Milliarden Euro.

Monte dei Paschi: Krisenbank soll Milliardenverlust erwarten

Monte dei Paschi

Krisenbank soll Milliardenverlust erwarten

Am Freitag präsentiert die italienische Monte dei Paschi ihre Zahlen fürs erste Halbjahr. Dabei erwarte die krisengeplagte Bank laut Zeitungsbericht einen Milliardenverlust.

Italien hatte Ende Juli ein Gesetz zur Rettung der traditionsreichen Bank erlassen. Der Staat stützt das in Schieflage geratene Geldhaus mit einer Milliardensumme und übernimmt dafür voraussichtlich bis zum Herbst bis zu 70 Prozent an Monte Paschi. Die Europäische Kommission gab grünes Licht für die Staatshilfe, nachdem die älteste noch tätige Bank der Welt ein neues Geschäftsmodell und den Abbau ihres Schuldenbergs zugesagt hatte.

Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, streicht Monte Paschi bis 2021 jede fünfte Stelle und schließt 600 der 2000 Filialen, wie sie Anfang Juli ankündigte. In vier Jahren soll die Bank dann einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro schreiben.

Von

rtr

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