Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.06.2014

18:55 Uhr

Italiens Krisenbank

Monte Paschi drohen weitere Kapitallücken

Schlechte Nachrichten für Monte dei Paschi: Der EZB-Stresstest droht weitere Kapitallücken bei der italienischen Krisenbank offenzulegen. Das Geldhaus fürchtet nun, dass die angepeilte Kapitalerhöhung nicht ausreicht.

Das traditionsreiche Geldhaus Monte dei Paschi gehört zu den italienischen Banken mit dem höchsten Anteil an faulen Krediten. Reuters

Das traditionsreiche Geldhaus Monte dei Paschi gehört zu den italienischen Banken mit dem höchsten Anteil an faulen Krediten.

Mailand/RomDie fünf Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung bei der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi könnte nach Einschätzung des Instituts nicht ausreichen. Der EZB-Stresstest drohe noch weitere Lücken offenzulegen, hieß es in einem mehr als 500 Seiten starken Werbekatalog für die am Montag startende Geldsammlung. Die drittgrößte Bank des Landes hatte zunächst drei Milliarden Euro veranschlagt, den Bedarf dann aber bereits um zwei Milliarden erhöht. Noch vor gut zwei Wochen hatte Verwaltungsratschef Alessandro Profumo betont, mit dieser Summe könne das Institut gesunden. Doch nun fürchtet das Geldhaus, dass die EZB mehr Rückstellungen für faule Kredite verlangt und die derzeit angepeilte Summe dafür nicht reichen könnte.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

Monte dei Paschi gehört zu den italienischen Banken mit dem höchsten Anteil an faulen Krediten. Das traditionsreiche Geldhaus wurde hart von der Schuldenkrise getroffen und hat sich auch durch Übernahmen und riskante Derivate-Deals verhoben. Der Staat musste daraufhin mehr als vier Milliarden Euro in das Institut pumpen, um es vor dem Kollaps zu bewahren.

Monte-Paschi-Aktien lagen am Freitag an der Mailänder Börse knapp drei Prozent im Minus.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×