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17.04.2013

13:55 Uhr

Jahresauftakt

Auch die Bank of America trumpft auf

Die Erzrivalen haben es vorgemacht, nun meldet auch die Bank of America einen Gewinnsprung. Das US-Geldhaus legt weniger Geld für faule Kredite zurück – und verdient Milliarden.

Die Bank of America steigert im ersten Quartal den Gewinn. Reuters

Die Bank of America steigert im ersten Quartal den Gewinn.

New YorkDie Bank of America hat es ihren Erzrivalen in den USA gleich gemacht und zu Jahresbeginn einen Milliarden-Gewinn eingefahren. Der Überschuss vervierfachte sich im ersten Quartal auf 2,62 Milliarden Dollar, wie die Nummer Zwei der US-Banken am Mittwoch mitteilte. Das Institut profitierte davon, dass die Kosten um gut fünf Prozent geringer ausfielen und zudem weniger Geld für faule Kredite zurückgelegt werden musste. Die Risikovorsorge fiel um knapp 30 Prozent auf 1,71 Milliarden Dollar.

Zuletzt hatten schon Branchenprimus JPMorgan Chase und die kleineren Rivalen Citigroup und Wells Fargo Milliarden-Gewinne eingefahren und die Vorjahreswerte dabei jeweils deutlich übertroffen. Teilweise wurden sogar Rekordwerte aufgestellt.

Gehälter der Wall-Street-Größen

John Stumpf

Streng genommen ist John Stumpf kein Wall-Street-Banker. Doch mit einer Jahresvergütung von 19,3 Millionen Dollar hat Wells Fargo mit Hauptsitz an der Westküste der USA ihren Chef an die Spitze der Finanzindustrie katapultiert. Während Branchengrößen wie JP-Morgan-Chef Jamie Dimon Einbußen hinnehmen mussten, stieg das Einkommen von Stumpf 2012 um acht Prozent. Nach Rekordgewinnen im vergangenen Jahr stockte Wells Fargo Stumpfs Grundgehalt von 2,8 Millionen Dollar mit einem Bonus von vier Millionen Dollar und Aktien im Wert von 12,5 Millionen Dollar auf.

Brian Moynihan

Der Chef der Bank of America hat im Jahr 2012 stolze 12,1 Millionen Dollar verdient. Damit rückt er in die Liga der bestbezahlten Manager der US-Bankenwelt ein. Die Vergütung von Brian Moynihan stieg gegenüber dem Vorjahr um 73 Prozent. Doch die Spitzenverdiener, Loyd Blankfein von Goldman Sachs und John Stumpf von Wells Fargo, überholt er nicht überholen.

James Gorman

Morgan-Stanley-Chef James Gorman verdiente 2012 mit 9,75 Millionen Dollar sieben Prozent weniger als im Vorjahr.

Jamie Dimon

Jamie Dimon, Chef von JP Morgan, nimmt eine Halbierung seines Bonus für 2012 hin. Er kassiert 11,5 Millionen Dollar. Das Institut wurde von einem Händlerskandal erschüttert. Ein Mitarbeiter mit dem Spitznamen „Londoner Wal“ hatte mehr als sechs Milliarden Dollar verzockt.

Michael Corbat

Der neue Citigroup-Vorstandschef Michael Corbat streicht für 2012 ein sattes Gehalt von 11,5 Millionen US-Dollar ein. Corbat übernahm den Spitzenposten erst im Oktober vergangenen Jahres und stellte die Weichen für den Abbau von 11.000 Stellen.

Bei der Bank of America blieb der Gewinn je Aktie mit 20 Cent allerdings hinter den Analystenerwartungen von 22 Cent zurück. Im vorbörslichen Handel an der Wall Street gaben die Aktien des Instituts daraufhin um mehr als drei Prozent nach. Die Einnahmen fielen um 8,4 Prozent auf 23,85 Milliarden Dollar.

Bankchef Brian Moynihan kann seit seiner Amtsübernahme Anfang 2010 zwar auf Fortschritte verweisen: So wurden zusätzliche Kapitalpuffer aufgebaut und Rechtsstreitigkeiten beendet. Er muss aber noch unter Beweis stellen, dass die Bank im Niedrigzinsumfeld und mit der strengeren Regulierung den Profit nachhaltig steigern kann. Der Gewinnsprung im ersten Quartal geht auch darauf zurück, dass riesige Sonderlasten aus dem Vorjahreszeitraum dieses Mal nicht mehr anfielen.

Von

rtr

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