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16.01.2013

13:35 Uhr

Jahresbilanz

US-Großbank JP Morgan verdient prächtig

Trotz eines Milliardenschadens durch einen Händlerskandal erzielt JP Morgan im abgelaufenen Jahr einen Rekordgewinn. Der Umsatz hingegen stagniert. Das Ergebnis liegt im Rahmen der Analysten-Erwartungen.

Die US-Banken JP Morgan und Goldman Sachs legt ihre Bilanz für das Jahr 2012 vor. Reuters

Die US-Banken JP Morgan und Goldman Sachs legt ihre Bilanz für das Jahr 2012 vor.

New YorkDie größte US-Bank JP Morgan Chase hat im vierten Quartal dank einer höheren Kreditvergabe ihr Ergebnis gesteigert. Der Nettogewinn steigt auf 5,69 Milliarden Dollar von 3,73 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte die Bank am Mittwoch vor US-Börsenbeginn mit. Je Aktie lag das Ergebnis bei 1,39 Dollar. Den Umsatz bezifferte die Bank auf 24,4 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Zuwachs von zehn Prozent. Die Bank lag damit im Rahmen der Analysten-Erwartungen.
Für das Gesamtjahr 2012 meldete die Bank einen Gewinnsprung auf 21,3 Milliarden Dollar. Im Vorjahr bezifferte sich der Nettogewinn auf 19 Milliarden Dollar. Der Umsatz blieb hingegen stabil bei rund 100 Milliarden Dollar.

Soviel Bonus Zahlen die größten US-Banken

Goldman Sachs

Die Banker von Goldman Sachs erhielten im Gesamtjahr 2012 pro Kopf 399.506 Dollar. Der Bonustopf wuchs im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar. Die Bank zählt 32.400 Angestellte.

Quelle: Bloomberg

JP Morgan

Die Großbank verteilte 11,3 Milliarden Dollar an 52.151 Mitarbeiter. Dafür ergibt sich für das Jahr 2012 Monate ein Bonus von 216.928 Dollar pro Kopf. Der Bonustopf ist um drei Prozent kleiner als im Vorjahr. JP Morgan betreibt neben dem Investment-Banking aber auch andere Bankgeschäfte.

Morgan Stanley

Die Investmentbank Morgan Stanley hat für das Jahr 2012 für die Bezahlung der Investmentbanker 6,65 Milliarden Dollar aufgewendet. Das sind 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie viele Mitarbeiter im Investment-Banking tätig sind, teilt die Bank nicht mit. Der Gehaltsaufwand der gesamten Bank belief sich 2012 insgesamt auf 15,6 Milliarden Dollar, das sind 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei insgesamt 55.358 – zehn Prozent weniger als Ende 2011.

„Die Ergebnisse des Hauses spiegeln die starke Entwicklung über fast alle unsere Geschäftszweige hinweg wieder“, sagt Vorstandschef Jamie Dimon. Die Bank habe nun das dritte Jahr in Folge das Ergebnis gesteigert. Die Aktien von JP Morgan verloren nach Bekanntgabe der Zahlen vorbörslich um 1,1 Prozent.

Die Rückstellungen für faule Kredite sanken um 70 Prozent auf 656 Millionen Dollar, wie die Bank mitteilte. JPMorgan-Chef Jamie Dimon erklärte, zwar blieben einige Herausforderungen bestehen. Aber das Geldhaus blicke mit Zuversicht auf das Jahr 2013.

Belastet wird das Ergebnis aber von einem Händlerskandal. Ein als „Londoner Wal“ bekannt gewordener Händler hatte mit riskanten Wetten der Bank im vergangenen Jahr einen Verlust von fast sechs Milliarden Dollar beschert.

Die US-Regulierer rügten zuletzt die Bank im Umgang mit dem Skandal. Die US-Notenbank Fed und das Office of the Comptroller of the Currency (OCC), die Bankenaufsicht des Finanzministeriums, forderten JP Morgan Chase auf, die „Defizite“ in ihrer internen Risikoaufsicht abzustellen.

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