Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.01.2011

14:07 Uhr

Jahreszahlen

BayernLB macht wieder Gewinn

Vor einem Jahr noch hatte die BayernLB von einem Milliardenverlust berichten müssen. Im Jahr 2010 ist ihr jetzt die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen.

Zentrale der BayernLB: Gut gebrüllt - die Landesbank hat 2010 mit Gewinn abgeschlossen. Quelle: dpa

Zentrale der BayernLB: Gut gebrüllt - die Landesbank hat 2010 mit Gewinn abgeschlossen.

HB MÜNCHEN. Nach milliardenschweren Verlusten in den vergangenen Jahren ist die BayernLB wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dank eines guten vierten Quartals schrieb das Institut 2010 einen Vorsteuergewinn von rund 800 Millionen Euro, wie die zweitgrößte deutsche Landesbank am Montag mitteilte. Im Vorjahr hatte noch ein Verlust von knapp 2,8 Milliarden Euro zu Buche gestanden.

Das Ergebnis fällt deutlich besser aus als erwartet. Mitte November hatte Finanzchef Stefan Ermisch für das Gesamtjahr noch ein Vorsteuerergebnis unter 669 Millionen Euro angekündigt. Anders als gedacht schrieb das Institut aber von Oktober bis Dezember dank einer guten Entwicklung im Kerngeschäft schwarze Zahlen.

Zwar musste die BayernLB ihrer ungarischen Tochter MKB wegen deren Verlusten Kapital in Höhe von 173 Millionen Euro nachschießen. Dennoch schrumpfte die Risikovorsorge per Jahresende auf rund 800 Millionen Euro nach 3,3 Milliarden Euro Ende 2009 (inklusive der Kärntner HGAA).

Wichtiger Ergebnistreiber ist auch der vom neuen BayernLB-Chef Gerd Häusler eingeschlagene Sparkurs mit der Streichung tausender Stellen. Dadurch sank der Verwaltungsaufwand auf gut 1,4 Milliarden Euro. „Wir sehen daran, dass wir mit unserem auf den Kunden ausgerichteten Geschäftsmodell auf einem guten Weg sind“, sagte Häusler.

Damit brechen auch für die Genussschein-Inhaber der Bank - etwa große Pensionsfonds, Versicherungen oder Sparkassen - wieder bessere Zeiten an: Sie erhalten nunmehr ihren vollen investierten Betrag zurück, nachdem ihre Papiere zwischenzeitlich wegen einer Kapitalherabsetzung nur noch 85 Prozent des Nominalwerts hatten.

Zudem werden die Zinszahlungen aus den Verlustjahren 2008 und 2009 nachgeholt. In den beiden Jahren waren wegen Sonderlasten für riskante US-Wertpapiere beziehungsweise die mittlerweile verschenkte Kärntner Bank HGAA insgesamt fast acht Milliarden Euro an Verlusten aufgelaufen.

Auch die Inhaber von Stillen Einlagen dürfen darauf hoffen, dass sie ihr Geld wiederbekommen. Die BayernLB ist die erste deutsche Bank, die einen vorläufigen Einblick in ihre Bilanz gibt. Die endgültige Jahresbilanz will die BayernLB am 30. März vorlegen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

flyingfridge

31.01.2011, 19:55 Uhr

Wie schön, das organisierte Verbrechen läuft wieder auf Hochtouren. Dann sollten wir doch schnell die Schäden an Realwirtschaft und Steuerzahlern wieder vergessen, die die bankster verursacht haben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×