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16.01.2014

15:26 Uhr

Jahreszahlen der US-Großbanken

Schwaches Schlussquartal drückt Goldman-Gewinn

Im letzten Quartal 2013 bricht der Nettogewinn von Goldman Sachs um gut ein Fünftel ein. Im Investmentbanking lief ab Herbst immer weniger zusammen. Die Citigroup schneidet besser ab, enttäuscht aber die Analysten.

Goldman-Chef Lloyd Blankfein: Nach einem schwachen Schlussquartal steigt der Überschuss im Gesamtjahr 2013 nur leicht. ap

Goldman-Chef Lloyd Blankfein: Nach einem schwachen Schlussquartal steigt der Überschuss im Gesamtjahr 2013 nur leicht.

New YorkGoldman Sachs hat wegen eines schwachen Handelsgeschäfts am Jahresende 2013 deutlich weniger verdient. Der Nettogewinn fiel im vierten Quartal um 21 Prozent auf 2,25 Milliarden Dollar, wie die führende US-Investmentbank am Donnerstag mitteilte.

Goldman ist stark abhängig von diesem Geschäftszweig, der oft für Milliardengewinne sorgt. Doch im Herbst ging der Markt in die Knie, weil die Investoren sich auf höhere Zinsen in den USA vorbereiteten. Das belastete das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen im Kundenauftrag ebenso wie die Begleitung von Bond-Emissionen und die eigenen Finanzanlagen. Das Beratungsgeschäft bei Übernahmen und Börsengängen konnte diese Einbußen nicht wettmachen.

Im Gesamtjahr 2013 verdiente Goldman Sachs 8,04 Milliarden Dollar, acht Prozent mehr als 2012. Vorstandschef Lloyd Blankfein sprach von „soliden Renditen in einem etwas herausfordernden Umfeld“. Er hoffe nun auf eine Erholung der US-Wirtschaft und bessere Bedingungen. Der Auftragsbestand im Investmentbanking sei Ende des Jahres höher gewesen als Ende 2012.

Mit einer Eigenkapitalrendite von elf Prozent lag Goldman 2013 zwar über den von Analysten auf zehn Prozent veranschlagten Kapitalkosten, war aber weit entfernt von Renditen, die in der Vergangenheit bei 30 Prozent lagen. Die Goldman-Sachs-Aktie gab im vorbörslichen Handel an der Wall Street leicht nach.

Zuletzt hatte es von den US-Banken unterschiedliche Signale gegeben – JP Morgan hatte Probleme im Investmentbanking, bei der Bank of America lief es dagegen besser.

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