Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2007

07:12 Uhr

Jahresziele werden erreicht

Allianz übersteht Turbulenzen

Die Allianz hat im vergangenen Jahr den größten Umbau ihrer Geschichte gestemmt. Trotz aller damit zusammenhängenden Probleme und Missstimmungen wird ein gutes Ergebnis herauskommen, wie Gerhard Rupprecht, Chef der Allianz Deutschland AG, dem Handelsblatt sagte. Es gibt allerdings Sorgenkinder.

Die Allianz hat im Zuge des Umbaus selbst vor der Schließung großer Verwaltungen nicht Halt gemacht. Foto: dpa Quelle: dpa

Die Allianz hat im Zuge des Umbaus selbst vor der Schließung großer Verwaltungen nicht Halt gemacht. Foto: dpa

cha/rl MÜNCHEN. „Insgesamt erreichen wir die Ziele, die die Gruppe von ihrem deutschen Geschäft erwartet“, sagt Rupprecht, „und vielleicht schaffen wir sogar noch ein wenig mehr.“ Speziell die Sachversicherung weise „ein sehr gutes Ergebnis auf“; die Lebensversicherung sei „kräftig gewachsen“, nur die Krankenversicherung verlief „etwas schleppender“.´

Die Allianz hat ihre deutschen Versicherungsaktivitäten 2006 unter dem Dach der neu gegründeten Deutschland-Holding zusammengefasst. Konkrete Zahlen zu dieser Gruppe veröffentlicht der Konzern bisher nicht, nur, dass jährlich rund 600 Mill. Euro Kosten eingespart werden sollen. Deswegen ist geplant, 5 700 Stellen zu streichen. Rupprecht: „Wir haben bis Dezember bereits über 1 240 Stellen mit freiwilligen Maßnahmen reduzieren können.“

Erst nach heftigen Protesten von Mitarbeitern und der Gewerkschaft Verdi hat die Allianz kurz vor Weihnachten bedingungslos auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2009 verzichtet. Rupprecht beteuert, dass er seine Sparziele trotzdem „ohne Abstriche“ einhalten könne. Verdi-Verhandlungsführer Uwe Foullong bleibt aber zurückhaltend: „Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Bisher kennen die Mitarbeiter nur die Eckpunkte.“

Die Analysten von Standard & Poor’s (S&P) sind indes davon überzeugt, „dass die Allianz ihre sehr gute Ertragssituation weiter aufrechterhalten kann, auch wenn die Marktsituation derzeit nicht so vorteilhaft ist“, so Karin Clemens von S&P. Versicherungsexperten wie Carsten Zielke stimmt der Preisrückgang in der Sachversicherung bedeutend skeptischer: „Die Allianz setzt nach wie vor auf steigende Prämien, aber daran glaube ich nicht.“

Lesen Sie das komplette Interview mit Gerhard Rupprecht morgen im Handelsblatt und auf Handelsblatt.com.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×