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16.05.2011

12:42 Uhr

Japanische Bank

Mitsubishi erleidet Gewinneinbruch

Japans größte Bank schraubt die Erwartungen fürs neue Geschäftsjahr zurück. Noch immer ist nicht abzusehen, wie sich die Wirtschaft des Landes nach der Beben- und Atomkatastrophe entwickelt.

Die Folgen der Erdbeben- und Atomkatastrophe für die größte japanische Bank ist noch ungewiss. Quelle: Reuters

Die Folgen der Erdbeben- und Atomkatastrophe für die größte japanische Bank ist noch ungewiss.

TokioDie japanische Großbank Mitsubishi UFJ Financial Group gibt sich nach einem Gewinneinbruch vorsichtig fürs neue Geschäftsjahr. Für das im März 2012 endende Fiskaljahr werde unter dem Strich mit einem Plus von drei Prozent auf 600 Milliarden Yen (umgerechnet knapp 5,3 Milliarden Euro) gerechnet, teilte die gemessen an den Einlagen größte Bank des Landes am Montag nach Börsenschluss in Tokio mit.

Es sei noch nicht abzusehen, wie sich die Wirtschaft des Landes nach der Beben- und Atomkatastrophe entwickeln werde. Analysten gingen bislang von einem deutlich höherem Ergebnis aus. Im Juli oder September will MUFG nach eigenen Angaben seine Prognose erneut überprüfen, um die Auswirkungen des Japan-Bebens und die geplante Umwandlung der Beteiligung an der US-Bank Morgan Stanley einzuarbeiten.

Wie bei den Konkurrenten Mitsui Financial Group und Sumitomo Mizuho Financial Group belasteten MUFG im vierten Geschäftsquartal 2010/11 die Geschäfte mit dem Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima, Tokyo Electric Power. Der Überschuss brach um 82 Prozent auf 270 Millionen Euro ein. Die japanische Regierung drängt die Geldhäuser dazu, Tepco unter die Arme zu greifen.
Die MUFG-Aktien gingen mit einem Minus von 1,6 Prozent aus dem Handel. In diesem Jahr ist der Kurswert bereits um knapp 13 Prozent gesunken.

Von

rtr

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