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08.02.2017

07:16 Uhr

Jeffrey Urwin

Gespräche über Ablösung von Deutsche-Bank-Vorstand

Der Investmentbanking-Chef der Deutschen Bank, Jeffrey Urwin, könnte womöglich seinen Posten räumen. Medienberichten zufolge ein anderer Vorstand den Bereich übernehmen. Ein Zeitplan ist noch nicht bekannt.

Bei der größten deutschen Privatbank stehen weitere Umbaumaßnahmen an. AP

Konzernzentrale der Deutschen Bank in Frankfurt

Bei der größten deutschen Privatbank stehen weitere Umbaumaßnahmen an.

FrankfurtDer Investmentbanking-Chef der Deutschen Bank, Jeffrey Urwin, könnte einem Medienbericht zufolge womöglich seinen Posten räumen. Es würden Gespräche bei dem Geldhaus geführt, wonach Finanzchef Marcus Schenck den Geschäftsbereich beaufsichtigen solle, zitierte das „Wall Street Journal“ mit dem Vorgang vertraute Personen. Der Zeitpunkt eines solchen möglichen Schritts sei noch unklar.

Es wäre der zweite große Personalwechsel auf der höchsten Führungsebene, seitdem John Cryan 2015 zum Chef des Frankfurter Geldhauses ernannt wurde. Das Institut lehnte eine Stellungnahme ab. Urwin stieß 2015 von JP Morgan zur Deutschen Bank.

Die Bank hatte für das Geschäftsjahr 2016 erneut einen Milliarden-Verlust ausgewiesen. Obwohl der Fehlbetrag mit 1,4 Milliarden Euro deutlich geringer ausfiel als ein Jahr zuvor, war er größer als erwartet. Der langwierige Umbau, vor allem aber die unzähligen Rechtsstreitigkeiten lasteten auf der Bilanz.

Der Vorstand der Deutschen Bank

Fakten zum Vorstand

Christian Sewing ersetzte den Briten John Cryan Anfang April 2018 an der Spitze der Deutschen Bank. Auch die Vorstandsreihe hinter dem neuen Vorstandsvorsitzenden wurde radikal umgebaut.

Christian Sewing

Sewing, bisher Leiter des Privatkundengeschäfts, beerbte den Briten Cryan an der Spitze des Instituts. Kein anderer Vorstand kennt die Bank so gut wie der 47-Jährige: Von seinen 29 Jahren Berufserfahrung stand er 27 Jahre lang im Dienste der Deutschen Bank.

Garth Ritchie

Zum neuen Stellvertreter des Vorstandschefs wird wohl Garth Ritchie befördert. Gleichzeitig wird der Südafrikaner alleinverantwortlich für den Bereich Investmentbanking. Ritchie arbeitet seinem Profil beim Karriereportal LinkedIn zufolge seit 1996 für die Bank.

Karl von Rohr

Der Arbeits- und Rechtsvorstand rückte mit zusammen Sewing als dessen Vize nach oben. Der neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende ist seit 1998 bei der Deutschen Bank beschäftigt.

Frank Strauß

Zu den Gewinnern des Revirements im Vorstand der Deutschen Bank gehört auch Frank Strauß, der durch die Beförderung Sewings alleiniger Chef der Privatkundensparte der Bank würde. Der Bankkaufmann und ehemalige Eishockeyspieler bleibt gleichzeitig Vorsitzender der Postbank, die seit 2015 eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bank ist.

James von Moltke

James von Moltke, früher Treasury-Chef der US-Bank Citigroup, ist neuer Chief Financial Officer.

Kim Hammonds

Die langjährige Boeing-Managerin bringt als Technologiechefin die Informationssysteme der Bank auf Vordermann. Sie hatte zunächst als Generalbevollmächtigte begonnen und rückte im August 2016 in den Vorstand.

Stuart Lewis

Der Brite war bereits vor dem großen Umbau im Jahr 2015 Risikovorstand – und ist es geblieben.

Sylvie Matherat

Die Französin war seit gut einem Jahr bei der Bank, bevor sie im Oktober 2015 in den Vorstand einzog. Sie kümmert sich um die Bereiche Regulierung, gute Unternehmensführung und Kampf gegen Finanzkriminalität.

Nicolas Moreau

Der Franzose blickt auf eine mehr als 25-jährige Karriere beim französischen Versicherungskonzern Axa zurück, wo er zuletzt das Frankreich-Geschäft leitete. Zum 1. Oktober 2016: Wechsel in den Vorstand der Deutschen Bank mit der Zuständigkeit für die Vermögensverwaltung (Deutsche Asset Management). Sein Sitz: London.

Werner Steinmüller

Der Banker arbeitet seit 1991 für das Institut und führte seit 2004 die Transaktionsbank, die etwa Zahlungsdienstleistungen und Handelsfinanzierungen anbietet. 1. August 2016: Aufstieg zum Vorstand für das Asien-Geschäft mit Sitz in Hongkong.

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Von

rtr

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