Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.03.2004

16:14 Uhr

"Jetzt ist nicht die Stunde der Revolution"

Koch ist gegen Verkauf von Sparkassen an Privatbanken

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat sich in einem Interview mit dem Handelsblatt zwar gegen den Verkauf von Sparkassen an Privatbanken ausgesprochen, aber eine engere Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Kreditinstituten gefordert.

HB FRANKFURT. Koch: "In der gegenwärtigen Zeit, in der alles im Umbruch ist, würde die Privatisierung einer Sparkasse nicht dazu führen, dass es stärkere deutsche Banken gibt. Jetzt ist nicht die Stunde der Revolution des Systems. Aber die Banken und Sparkassen müssen ihre Ansätze zur säulenübergreifenden Zusammenarbeit stärker auf das Retailgeschäft ausdehnen, damit es auch dort mehr Win-Win-Situationen gibt." Viele Chancen für eine vernetzte Zusammenarbeit blieben noch ungenutzt.

Zur anhaltenden Suche vieler Landesbanken nach zukunftsweisenden Geschäftsmodellen sagte der CDU-Politiker: "Landesbanken, die unabhängig von den Sparkassen operieren, haben keine Zukunftschance. Dies gilt umgekehrt auch für die Sparkassen. Nur aus Sparkassen und Landesbanken können veritable Unternehmen werden mit allen Optionen für die Zukunft." Alle, die das Sparkassenmodell der Zukunft aus dem Rating definierten, würden zu kurz springen. Koch weiter: "Im Rhein-Main-Gebiet muss man beispielsweise wahnsinnig schnell laufen und um große Kunden konkurrieren. Wir müssen uns deshalb der Frage stellen, ob wir Großkunden in Frankfurt zweimal - einmal in der Sparkasse und einmal in der Landesbank - betreuen. Hier könnte eine Zusammenarbeit Sparkasse-Landesbank auch institutionell sehr viel enger sein." Das derzeit diskutierte Zusammenrücken der Hessischen Landesbank (Helaba) mit der Frankfurter Sparkasse (Fraspa) müsse rasch umgesetzt werden: "Das ist keine Frage, über die man ein Jahr diskutieren kann. Vielmehr gibt es jetzt ein Zeitfenster, das möglicherweise nicht sehr lange offen steht."

Das komplette Interview lesen Sie in der morgigen Ausgabe des Handelsblatts.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×