Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.01.2013

15:01 Uhr

Jobkahlschlag

Britische Bank Lloyds streicht 940 Stellen

Nach der Finanzkrise geht der Kahlschlag in der britischen Bankenwelt weiter: Die britische Großbank Lloyds streicht 940 weitere Stellen. Alle Bereiche sind betroffen. Insgesamt fallen Zehntausende Jobs weg.

Filiale von Lloyds in London: Die Bank streicht 940 Stellen. AFP

Filiale von Lloyds in London: Die Bank streicht 940 Stellen.

LondonMit dem Abbau von 940 Arbeitsplätzen setzt die britische Großbank Lloyds den in der Finanzkrise begonnenen Jobkahlschlag fort. Von der Privatkunden- über die Vermögensverwaltungs- bis hin zur Versicherungssparte seien fast alle Bereiche von den neuen Sparmaßnahmen betroffen, teilte das teilverstaatlichte Geldhaus am Mittwoch mit.

Damit steigt die Zahl der Stellenstreichungen bei dem Institut seit der von der Regierung eingefädelten Übernahme des in Schieflage geratenen Rivalen HBOS vor rund vier Jahren auf über 31.000. Auch in Deutschland fielen im Zuge der Finanzkrise Tausende Stellen in der Branche weg. Medienberichten zufolge stehen bei der Commerzbank derzeit weitere 6500 Jobs auf der Kippe.

Die neuen Einschnitte sind Lloyds zufolge Teil der im Juni vorgestellten Neuausrichtung. Damals hatte die Bank angekündigt, dass sie 1,5 Milliarden Pfund einsparen will und 15.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Die Gewerkschaft Unite kritisierte die Entscheidung des Managements scharf. „Es ist eine absolute Schande, dass eine Bank, die zu 41 Prozent dem Steuerzahler gehört, den Jobabbau in solch einer rücksichtslosen Weise fortsetzt“, erklärte sie.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Mazi

24.01.2013, 09:22 Uhr

Draghi lässt grüßen!

Es kann doch kein Politiker, ausgestattet mit mittelmäßiger Intelligenz, behaupten, dass ihn diese Entwicklung überrascht?

Wenn Konsumverzicht der Sparer keine Wertschätzung mehr erfährt, ja dem Sparer von vorn herein bewußt ist, dass die Finanzdenstleister von seiner Einzahlung auch noch die eigenen Verwaltungskosten und die Boni für die Vorstände finanzieren, dann kann es doch niemanden überraschen, wenn die Sparer ihren Konsumverzicht mit Werterhaltung aufbewahren wollen. Die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen muss dann einbrechen.

Es wäre nicht fair, diese Schuld allein Draghi anzuhängen. Die Einrichtung des Rettungsschirms, die Versorgung konkursreifer Staaten mit billigstem Geld, stellt quasi "einen Pfosten" hinter Dessen Strategie, hinter die er erst gar nicht mehr zurück kann.

Dass sich dieser Rettungsschirm quasi der vom Bürger erbrachten Steuergelder bedient, ist Grund genug mit unseren Abgeordneten und deren Aufsehern seitens der Bürger aufs Schärfste ins Gericht zu gehen.

Der hier erfolgte Eingriff in die Marktwirtschaft mit seinen Fehlimpulsen wird nachhaltige Folgen, vor allem für deren Erholung, haben.

Für mich hat der Vorgang mafiöse Struktur. Er muss mit Unterstützung der Gerichte, wenn unmöglich, dann ohne deren Unterstützung gelöst werden. Auf jeden Fall muss es so sein, dass der Bundestag gezwungen werden muss, die seit nunmehr 10 Jahren international eingeforderte Abgeordnetenbestechung in das Strafgesetzbuch aufzunehmen. Ohne dass hier mal ein Abgeordneter, am besten eine "allgemein bekannte Persönlichkeit" mal weggesperrt wird, werden die übrigen weiterhin anfällig gegenüber den ihnen in vielfältigster weise angebotenen Gefälligkeiten bleiben.

Ein Wegsperren unliebsamer politisch engagierter Bürger, wie im Fall "Mollath" muss unmöglich sein. Auch Richter müssen wegen Groben Fehlurteilen belangt werden. Es muss wieder Recht ohne Ansehen der Person einkehren.

Namen und Beispiele gibt ja genug.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×