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11.07.2011

11:09 Uhr

Josef Ackermann

Deutsche Bank dementiert Rücktrittsdrohung

Josef Ackermann setzt dem Deutsche-Bank-Vorstand die Pistole auf die Brust: Sollte Jürgen Fitschen Teil einer Doppelspitze mit Anshu Jain werden, deutete er intern einen Rückzug an. Doch das Kreditinstitut dementiert.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Quelle: dpa

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.

BerlinDer Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, will einem Medienbericht zufolge sein Amt unter bestimmten Bedingungen zügig zur Verfügung stellen. Ackermann habe intern einen schnellen Rückzug angedeutet, sollte der Deutschland-Chef der Bank, Jürgen Fitschen, neben dem Chef des Investment-Banking, Anshu Jain, Teil einer neuen Doppelspitze werden, berichtete die „Bild“-Zeitung" unter Berufung auf Konzernkreise. Dahinter steckt wohl der Machtkampf Ackermanns mit Aufsichtsratschef Clemens Börsig, als dessen Favorit Fitschen gilt.

Einen raschen Rückzug Ackermanns allerdings wolle eine Mehrheit der übrigen Vorstandsmitglieder verhindern. Der Schweizer bevorzugt Finanzkreisen zufolge Risikovorstand Hugo Bänziger als Co-Chef für Jain.

Die Deutsche Bank hat Meldungen über einen bevorstehenden raschen Abschied von Ackermann am Montag als „absoluten Quatsch“ zurückgewiesen.

Ackermanns Vertrag läuft regulär bis 2013. Offen sei daher die Frage, wann genau der Führungswechsel stattfinden solle, berichtete die „Welt am Sonntag“. Als unwahrscheinlich gelte der zuletzt ins Spiel gebrachte Wechsel Ackermanns an die Spitze des Aufsichtsrats. Vorsitzender des Gremiums soll Clemens Börsig bleiben, dessen Mandat läuft bis 2013.

Jain ist als 100-prozentiger Investmentbanker und mit nur geringen Deutsch-Kenntnissen nicht vermittelbar als alleiniger Vorstandschef des größten deutschen Geldhauses. Daher sucht Börsig fieberhaft nach einem Partner. Auch Privatkundenvorstand Rainer Neske ist noch im Gespräch. Die Deutsche Bank kommentiert den Stand der Beratungen nicht.

Ob Fitschen das Rennen macht, ist noch nicht entschieden. „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“, betonte ein Aufsichtsratsmitglied am Sonntag. Es gebe nach wie vor Vorbehalte gegen Fitschen als Tandempartner, da er mit bald 63 Jahren relativ alt sei. „Viele wollen einen Generationswechsel.“

Kommentare (1)

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Geheimrat

11.07.2011, 10:33 Uhr

Herr Ackermann hat die Deutsche Bank durch die Krise geführt,
hat also trotz aller widriger Umstände beste Ergebnisse
erzielt.
Wer jetzt seinen Einfluß schmälern will, muß sich selbst
infrage stellen lassen und sollte seinen Hut nehmen.

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