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17.11.2016

17:26 Uhr

JP Morgan

Bank beendet Streit mit US-Regierung

Die amerikanische Großbank JP Morgan hatte Kinder von chinesischen Entscheidungsträgern eingestellt, um an Aufträge zu kommen. Per Millionenzahlung an US-Behörden legt das Institut den Streit jetzt bei.

Die US-Bank war nicht die einzige Investmentbank, die sich durch eine fragwürdige Einstellungspolitik einen Vorteil verschaffen wollte. AFP; Files; Francois Guillot

JPMorgan

Die US-Bank war nicht die einzige Investmentbank, die sich durch eine fragwürdige Einstellungspolitik einen Vorteil verschaffen wollte.

New YorkDie US-Investmentbank JP Morgan Chase hat bestätigt, wegen ihrer umstrittenen Einstellungspraxis in China 247 Millionen Euro an US-Behörden zu zahlen. Das Institut hatte bis 2013 systematisch Kinder von Kunden, potenziellen Kunden und hochrangigen chinesischen Beamten eingestellt, in der Hoffnung, damit mehr Geschäft in dem Land zu machen.

Mit der Zahlung von 131 Millionen Dollar an die Wertpapieraufsicht SEC, 72 Millionen an das US-Justizministerium und 62 Millionen an die Notenbank Fed würden die Vorwürfe nicht weiterverfolgt, erklärten die Bank und die SEC am Donnerstag. JP Morgan habe dafür ausreichend Rückstellungen gebildet.

Die SEC hatte wegen der sogenannten „Prinzlinge“ vor drei Jahren eine Untersuchung eingeleitet. Die Beschäftigung von Kindern einflussreicher Chinesen war bei Investmentbanken seit Jahren gängige Praxis. In der Volksrepublik spielen persönliche Beziehungen bei geschäftlichen Entscheidungen eine besonders große Rolle. Die US-Behörden hegten aber den Verdacht eines Verstoßes gegen das Bestechungsverbot.

Von

rtr

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