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05.04.2006

13:56 Uhr

Jumbo-Pfandbriefe

Anleger nehmen AHBR-Angebot an

Das Angebot der angeschlagenen Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden (AHBR), eigene mit Hypotheken gedeckte Jumbo-Pfandbriefe zurückzukaufen, ist bei Investoren auf großes Interesse gestoßen. Die AHBR hatte in der vergangenen Woche angekündigt, von vier Jumbos im Volumen von insgesamt 5,875 Mrd. Euro 1,875 Mrd. Euro zurückzukaufen, um Zinskosten zu sparen.

cü FRANKFURT. Die Deutsche Bank, die den Rückkauf organisierte, bekam Jumbos über 1,6 Mrd. Euro und damit fast das komplette ausgeschriebene Volumen angeboten. „Wir sind mit der Transaktion sehr zufrieden“, sagte ein Sprecher der AHBR. Die vier zum Teil zurückgekauften Jumbos sind alle noch 1,0 Mrd. bis 1,5 Mrd. Euro schwer. Die AHBR hatte sich dazu verpflichtet, das Mindestvolumen von einer Mrd. Euro zu erhalten, das für Jumbo-Pfandbriefe vorgeschrieben ist.

Die Rückkaufaktion gehört zu den größten in der knapp elfjährigen Geschichte des Jumbo-Marktes. Im Sommer und Winter 2002 hatte die AHBR in zwei Transaktionen Jumbo-Pfandbriefe über 1,3 und 1,6 Mrd. Euro zurückgekauft. Der Finanzinvestor Lone Star, der die AHBR übernommen hat, will aus dem Institut eine Spezialbank mit dem Schwerpunkt deutsche Gewerbeimmobilien machen. In diesem Zuge ist es gut möglich, dass die AHBR noch in größerem Stil Jumbos zurückkauft, die nicht mit Hypotheken, sondern mit Krediten an die öffentliche Hand gedeckt sind.

Die AHBR gehört zu den größten Emittenten am Jumbo-Markt. Ihren Jahresabschluss wird die Bank am 27. April vorlegen. Analysten schätzen, dass sie dabei einen Verlust von 1,2 Mrd. Euro ausweisen wird.

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