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09.01.2008

14:49 Uhr

Junk-Bonds

Moody's warnt vor Zahlungsausfällen

Die Ratingagentur Moody?s geht davon aus, dass sich die Ausfallquote bei Anleihen von Unternehmen mit schwacher Kreditwürdigkeit, so genannten Junk-Bonds, bis Ende 2008 auf 4,8 Prozent verfünffacht. Bis Ende 2009 steige die Quote auf fünf Prozent - das entspricht dem langfristigen historischen Durchschnitt.

cü FRANKFURT. Die Ratingagentur veröffentlicht die weltweiten Ausfallraten und Prognosen monatlich. In den vergangenen Monaten war die Ausfallquote trotz Finanzkrise allerdings noch gesunken. Im Dezember fiel sie auf 0,9 Prozent. Damit erreichte sie wie schon imNovember den niedrigsten Stand seit Dezember 1981.

Vor vier Wochen hatte die Agentur auf Zwölfmonatssicht einen Anstieg der globalen Ausfallrate auf 4,2 und auf 24-Monatssicht auf 4,7 Prozent vorausgesagt. Moody?s- Analyst Kenneth Emery begründete die Skepsis mit der abflauenden wirtschaftlichen Dynamik und dem daraus resultierenden Druck auf schwache Schuldner.

Zuletzt hatten US-Emittenten wie die Restaurantkette Buffets und die Immobilienfirma Tousa Anleihezinsen nicht gezahlt. Anleiheemittenten haben meist 30 Tage Schonfrist, um die Zahlungen nachzuholen, erst danach gelten sie als Ausfall. Beunruhigend ist auch, dass der Anteil der Junk-Bonds, die mit extrem hohen Abschlägen auf "Distressed Levels" als Quasi-Ausfälle gehandelt werden, laut Moody?s im Dezember auf 11,5 Prozent gestiegen ist. Das ist der höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren.

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