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07.01.2005

13:13 Uhr

Käufer sind nicht bekannt

Sal. Oppenheim verkauft Beteiligung an Interseroh

Das Privatbankhaus Sal. Oppenheim hat sich von seiner Beteiligung an dem Recycling- und Dienstleistungskonzern Interseroh getrennt. Über den oder die Käufer der Anteile wollte die Kölner Bank keine Angaben machen.

HB DÜSSELDORF. Interseroh teilte in einer Finanzanzeige mit, die Privatbank habe dem Unternehmen mitgeteilt, „dass ihr Stimmrechtsanteil an der Interseroh AG nunmehr null Prozent beträgt“. Sal. Oppenheim hatte vor gut einem Jahr rund zehn Prozent an Interseroh von RWE Umwelt übernommen. In Branchenkreisen hatte es damals geheißen, die knapp eine Million Interseroh-Aktien der RWE Umwelt seien zu einem Preis von 13,50 Euro je Aktie an Sal Oppenheim gegangen.

Beim Verkauf der Anteile dürfte die Bank nun einen Gewinn verbucht haben: Am Donnerstag hatte die Interseroh-Aktie bei 19,40 Euro geschlossen. Eine Sal. Oppenheim-Sprecherin wollte sich nicht weiter zu der Transaktion äußern. Dazu sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte sie. Ein Interseroh-Sprecher sagte: „Der Verkauf hat keinen Bezug zum Interseroh-Geschäft. Die Gründe liegen nicht bei uns.“ Der Kölner Konzern hatte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2004 dank hoher Rohstoffpreise den Umsatz deutlich gesteigert und den Vorsteuergewinn mit 11,7 (Vorjahr: 4,0) Millionen Euro nahezu verdreifacht. Für das Gesamtjahr 2004 erwartete Interseroh einen erheblich höheren Gewinn als 2003. Vor Steuern lag er damals bei 19 Millionen Euro.

Großaktionäre bei Interseroh sind die ostdeutsche Alba AG mit zuletzt 25,61 Prozent und die nun unter dem Namen Remondis firmierende ehemalige Rethmann AG mit knapp 15 Prozent der Aktien. Eine Remondis-Sprecherin sagte, der Konzern habe die Interseroh-Aktien von Sal. Oppenheim nicht übernommen. Auch ein Alba-Sprecher sagte, der Anteil seines Unternehmens sei nicht aufgestockt worden.

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